Eiskalt: Offline Surfen statt Online Surfen

AMeyer, 04. Februar 2012

Große Teile der USA versinken im Schneechaos, in Europa legt die klirrende Kälte die Schweizer Bahn und sogar ein Kraftwerk in Salzburg lahm. Auch im Süden ist es kalt: in Rom, das an 10cm Neuschnee nicht gewöhnt ist, herrscht Ausnahmezustand im Straßenverkehr und sogar in Algier liegt genug Schnee, um den Kindern Freude beim Schneemann-Bauen zu bereiten. Welt Online hat das bitterkalte Tagesgeschehen festgehalten.

Auch das Online Business scheint vor lauter Kälte erstarrt zu sein, außer einem kurzzeitigen Verkaufsstopp für Apple gibt es wenig Neues. Mein Tipp des Tages: das beste aus der Kälte machen wie die Surfer aus Chicago – die freuen sich jeden Winter über ein paar Wellen auf den Great Lakes und lassen sich auch von 10° Minus nicht abschrecken.

Zahlen, Daten, Fakten zu Facebook, Zalando und Google

MHainlein, 02. Februar 2012

Der heutige Online Marketing Tag steht, wie es scheint, ganz im Zeichen von Zahlen, Daten und Fakten.

FACEBOOK hat heute sein lang erwartetes Börsenprospekt veröffentlicht. Damit ist der erste Schritt hin zu einem der größten Börsengänge der Geschichte eingeläutet. Mit Veröffentlichung des Prospekts wirbt Facebook um Investoren für seine Wertpapiere. Dabei werden überaus interessante Zahlen zur Finanzkraft Facebooks preisgegeben.

Die soziale Plattform erwirtschafftete im vergangenen Jahr 3,71 Milliarden US-Dollar Umsatz, von denen knapp 1 Milliarde als Reingewinn übrig bleibt. 2010 waren es noch 606 Millionen Dollar und 2009 229 Millionen Dollar Gewinn. Den größten Anteil am Umsatz trägt die Werbeplattform bei. Von den 3,71 MIlliarden US-Dollar Umsatz machen die Facebook Ads 3,154 Milliarden aus, was einen Anstieg um 69% zum Vorjahr bedeutet. Die restlichen 557 Millionen gehen auf Facebook Credits Einnahmen zurück.

Weitere Zahlen und Fakten aus dem Papier (Quelle: allfacebook.de)

  • 845 Millionen Nutzer besuchen Facebook mindestens einmal im Monat
  • 483 Millionen haben die Seite im Dezember täglich besucht
  • 80% sind von außerhalb der USA und Canada
  • 425 Millionen Nutzer haben Facebook im Dezember von einem mobilen Endgerät genutzt
  • Facebook beschäftigt inzwischen über 3000 Mitarbeiter

_____

Rocket Internet, einer der größten deutschen Investoren, hat erstmals Umsatzzahlen vom Online-Schuhhändler ZALANDO veröffentlicht. Glaubt man einer Stellenausschreibung verkauft Zalando in Europa am Tag mehr als 30.000 Paar Schuhe und nimmt dabei im Monat 100 Millionen Euro ein.

Die Stellenausschreibung gibt auch weitere Informationen preis: So soll in Zukunft der südostasiatische Markt erobert werden. Bisher wurde das Modell Zalando außerhalb Europas in Russland, Japan, Brasilien und Australien eingeführt.

_____

GOOGLE muss eine Strafe von $680.000 fürchten: Der französische Kartendienst Bottin Cartographes hat Google Maps Frankreich und der Google Inc. unfairen Wettbewerb vorgeworfen. Dadurch, dass Google Unternehmen den Service Google Maps kostenlos anbietet, würden andere, kostenpflichtige Services, wie Bottin Cartographes nicht wettbewerbsfähig sein können. In Frankreich hat Google schon lange einen schweren Stand.

Facebook Mythos geprüft: Günstigere Klickpreise für plattforminterne Facebook Anzeigen?

MHainlein, 01. Februar 2012

Schon lange gibt es den Mythos, Facebook würde Werbeanzeigen, die auf Inhalte innerhalb der Plattform führen, mit günstigeren Klickpreisen subventionieren. Im Juli 2011 hatte allfacebook.de berichtet, dass laut einer TBG Digital Studie der durchschnittliche CPC für Fanpage-Anzeigen 29% günstiger ist als der Klickpreis für Anzeigen mit einer externen Landingpage.

Damals hieß es von Seiten Facebooks dazu:

We don’t discount the price of advertising if the landing page directs to something on Facebook, but we do take various signals into account that help us determine the quality and pricing of ads.

Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte die Agentur TBG digital ihren aktuellen Q4/2011 Bericht zu Facebook Advertising und bekräftigt darin ihre Aussage, Facebook würde interne Anzeigen mit günstigeren Preisen unterstützen. Laut der Agentur stieg das Preisgefälle zwischen den beiden Anzeigenarten in Q4 auf 45%.

Auf eigenes Nachfragen bei Facebook bekam ich zu dem Thema folgende Antwort:

The bid auction takes past/similar ad performance into account, and since ads with social context tend to perform better than ads driving offsite, this may contribute to different auction results for the two ad varieties.

Laut Facebook werden hier also keine Anreize geschaffen, sondern lediglich die Performance mit einbezogen, welche bei Anzeigen für Fanpages oder Gesponserten Meldungen besser sein soll.

Ich wollte das an einem eigenen Projekt einmal nachvollziehen und sehen, welche Seite am Ende Recht behält. Als Grundlage dient ein Projekt, in dem seit September 2011 Anzeigen für eine Fanpage sowie Gesponserte Meldungen laufen. Zudem liefen im September, Oktober, Dezember 2011 und Januar 2012 Kampagnen für externe Landingpages des gleichen Kunden. Alle Anzeigen zielen auf eine auf demographische Faktoren und Interessen optimierte Zielgruppe ab.

Über den gesamten Zeitraum von vier Monaten ergaben sich folgende Zahlen:

 

Imp Klicks CTR CPC
Internal 36.152.509 32.119 0,089% 0,25
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 1

Auf den ersten Blick scheint sich die Aussage von TBG digital zu bewahrheiten: Obwohl die internen Anzeigen eine um 0,003% schlechtere Durchklickrate aufweisen, ist der CPC zwei Cent (7%) günstiger.

Unterteilt man die internen Anzeigen in Page Ads und Sponsored Ads, sehen die Zahlen etwas anders aus:

 

 Tab 2 Imp Klicks CTR CPC
Sponsored 6.007.767 7.750 0,129% 0,20
Page 30.144.742 24.369 0,081% 0,28
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 2

Alleinstehend weisen die Page Ads sogar einen höheren CPC auf. Jedoch unterscheidet sich dieser nur um 1 Cent, während die CTR um 0,011% schlechter ist. Man kann vermuten, dass eine externe Anzeige mit einer Durchklickrate von 0,081% einen CPC um die 0,30€ hätte, und somit wieder teurer wäre als das interne Pendant. Dennoch lassen die guten Klickraten – und dadurch niedrigen CPCs – der gesponserten Meldungen die kumulierten Zahlen für interne Anzeigen etwas besser aussehen, als sie eigentlich wären.

Die Zahlen aus Tabelle 1  und 2 zeigen, dass interne Anzeigen durchaus günstigere CPCs haben können. Bricht man die Zahlen jedoch auf Monats, Tages oder gar Anzeigenebene runter, gibt es genug Beispiele, in denen externe Anzeigen bei gleicher Klickrate günstigere oder zumindest gleiche CPCs aufweisen, z.B.:

 

 Tab 3 Month Imp Klicks CTR CPC
External Okt 3.896.559 4.641 0,119% 0,18
Sponsored Okt 1.782.249 2.158 0,121% 0,18
Page Okt 6.637.123 5.625 0,085% 0,29

Tabelle 3

Man kann jetzt behaupten, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, ich bisher einfach noch nicht das Glück hatte, einen solch großen Unterschied zu bemerken oder vergleichsweise (TBG digital hat 74,5 Milliarden Ad Impressions ausgewertet) zu wenige Daten zugrunde liegen; allerdings kann ich persönlich nicht nachweisen und auch nicht ganz glauben, dass sich der CPC von internen und externen Anzeigen bei gleicher Durchklickrate wirklich um bis zu 45% unterscheiden kann.

Sicherlich ist es im Sinne Facebooks die User möglichst lange auf der Plattform zu halten, um noch mehr Anzeigen ausspielen zu können. Es gibt jedoch genug Firmen, die keine eigene Fanpage oder Applikation haben oder mehr Wert darauf legen, einen externen Inhalt zu bewerben. Diese Marketer würde Facebook auf lange Sicht hin verlieren, da höhere Klickpreise keinen Anreiz schaffen, Geld in externe Anzeigen zu investieren.

Trotz der Ergebnisse aus Tabelle 1 und 2 tendiere ich daher dazu, dass interne Anzeigen aufgrund der Gesponserten Meldungen und der Historie einer Anzeige oder ähnlicher Anzeigen günstigere CPCs hervorbringen und nicht per se günstiger sind.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Facebook Ads und unterschiedlichen CPCs gemacht, und wessen Meinung teilt ihr? Wir sind gespannt!

 

 

Google Adwords Roll Out: Neue Messdaten auf AdGroup Ebene!

mpguennewich, 31. Januar 2012

Der Roll Out der Neuerung war gestern, wird allerdings erst in den nächsten Tagen überall verfügbar sein.

Google liefert nun Messwerte zu den entgangenen und möglichen Impressionen auf AdGroup Ebene. Dies soll es den AdWords Nutzern einfacher machen, Anzeigengruppen zu identifizieren, die eine hohe Leistung haben aber noch nicht ihr komplettes Potenzial nutzen.

Continue reading “Google Adwords Roll Out: Neue Messdaten auf AdGroup Ebene!” »

Yahoo Search Marketing equals Google AdWords?

CRadunz, 30. Januar 2012

Ab dem 01. Februar 2012 soll das Panama System umgestellt werden und nähert sich Google AdWords an. Dies sollte sich vorteilhaft für Yahoo gestalten, wenn man sich die Anzeigenformate ansieht:

Überschriften: 25 Textzeichen
Beschreibungstexte: 70 Textzeichen
Anzeige-URLs: 35 Textzeichen

Yahoo Advertising wollte sich mit Hilfe eines anderen Werbesystems absetzen und damit eine Konkurrenten-Position einnehmen, nur sieht die Realität etwas düster aus – Google ist nach wie vor Marktführer! Wie auch schon bei dem Zahlensystem, setzt sich im Laufe der Zeit immer der einfachere und schnellere Weg durch!

Seht ihr die Änderung auch als großes Potential für Yahoo Ads an?

Kennt ihr Google Hotpot?

CRadunz, 30. Januar 2012

Wenig Aufmerksamkeit bekam Googles Empfehlungsdienst “Hotpot” für Unternehmen, das seit einigen Monaten in Deutschland integriert wurde und deren Nutzung ein registriertes Google-Profil erfordert.

Es ist eine neue und interessante Ergänzung für Google Places, denn durch die Verknüpfung von Erfahrungsberichten mit Places-Tags/-Einträgen ist es möglich Restaurants, Hotels uvm. zu bewerten und zu tauschen. Bei der Nutzung von „Hotpot“ werden Ergebnisse auf Basis der eigenen Präferenzen und auch auf Empfehlungen der Freunde ausgegeben.

Seht selbst!

Google Panda Update 3.2 und Google+ jetzt auch für Teenies

MSimmerl, 27. Januar 2012

Google Panda Update 3.2

Ein Google-Sprecher hat bestätigt, dass letzte Woche wieder (kleine) Anpassungen des Panda-Updates gemacht haben. Auf WebmasterWorld hatten einige Webseiten-Betreiber von beobachteten Traffic-Sprüngen berichtet.

Continue reading “Google Panda Update 3.2 und Google+ jetzt auch für Teenies” »

Google und der Papst

LEsser, 26. Januar 2012

Google veröffentlicht neue Datenschutzerklärung

Ab 01. März 2012 tritt eine neue und einheitliche Datenschutzbestimmung in Kraft, die es Google erlaubt, Informationen von angemeldeten Nutzern für alle Google-Produkte zu nutzen. Ziel ist es, relevantere und passgenaue Suchergebnisse und Anzeigen zu schalten. Google erklärt:

“The main change is for users with Google Accounts. Our new Privacy Policy makes clear that, if you’re signed in, we may combine information you’ve provided from one service with information from other services. In short, we’ll treat you as a single user across all our products, which will mean a simpler, more intuitive Google experience.”

Für über 6o Google Produkte, wie zum Beispiel  YouTube, Gmail und den Kalender, gibt es dann nur noch eine einfach Datenschutzerklärung. Ausnahmen der neuen vereinfachten Datenschutzbestimmung bleiben Google Chrome, Chrome OS, Books und Google Wallet. Diese neue Entwicklung birgt Vor- und Nachteile: Einerseits vereinfacht es den Nutzern sich mit den Datenschutzbestimmungen auseinander zu setzen, andererseits kann Google nun noch mehr Wissen über den einzelnen Nutzer sammeln und auswerten. Einfache Tricks, wie man dem entgehen kann, gibt es bei SearchEngineWatch.

Papst Benedict XVI äußert sich zu Social Media

Auch der Papst scheint facebook, Google + und Co. nicht abgeneigt zu sein. Im Rahmen des “World Communications Day 2012″ äußerte sich der Papst  zu sozialen Netzwerken: “Suchmaschinen und soziale Netzwerke wurden für viele Menschen, die Rat, Ideen, Informationen und Antworten suchen, zum Startpunkt der Kommunikation.” Das Oberhaupt der Katholiken mahnt jedoch, dass “Ruhe zu einem kostbaren Gut [wird], das uns befähigt, angesichts des Überflusses an Stimuli und Daten ein gesundes Urteilsvermögen zu bewahren”. Also, ab und zu mal die Internetverbindung bei Handy und PC kappen und die Ruhe genießen.

Mehrfach-Accounts für bessere Qualitätsfaktoren und mehr Traffic?

Johannes Tarnow, 25. Januar 2012

(von Thomas Veit und Johannes Tarnow)

Wir wollten testen, wie man den Qualitätsfaktor beeinflussen kann. Laut Google ist er vorrangig von der Clickrate abhängig. Weitere Einflussfaktoren sind eine gute Account-Historie (z.B. Clickrate auf AdGroup- oder Kampagnenebene) und eine enge Übereinstimmung zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage. Dann gibt es spekulative Einflussfaktoren, wie ein hohes initiales Gebot auf die Keywords in den ersten Tagen: so soll eine höhere Position erreicht werden, die natürlich eine bessere Clickrate aufweist. Die Frage ist, ob Google aus der höheren Clickrate die Position korrekt herausrechnet. Es gibt immer wieder Stimmen, die sagen, der Quality Score ließe sich über ein hohes Anfangsgebot pushen. Continue reading “Mehrfach-Accounts für bessere Qualitätsfaktoren und mehr Traffic?” »

Google+, Brasilien & E-Commerce

TVeit, 25. Januar 2012

Google+ zählt weltweit 90 Mio. Nutzer

Die USA dominieren bei der Zahl der Google+-User mit 27,3 Mio, gefolgt von Indien (20,6 Mio) und Brasilien (7,3 Mio). Deutschland belegt mit 1,4 Mio registrierten Nutzern 8. Rank. Ebenfalls gibt es mitlererweile weltweit ca. 1 Mio Google+-Seiten. Wer sich noch weitere interessante Zahlen zu diesem Thema holen will, findet diese hier.

Tendenzen des E-Commerce in Brasilien 2012

Der brasilianische Onlinehandel wuchs bereits 2011 prächtig und laut einer Prognose von Forrester Research wird dieses Wachstum 2012 anhalten. Versangkosten-Freiheit steht auch beim brasilianischen Konsumenten hoch im Kurs. Auch Shopping-Clubs wie Amazon-Prime oder ShopRunner haben es den Brasilianern angetan. Die Studie unterstreicht auch, dass mobiles Internet in all seinen Device-Ausprägungen in Brasilien in der näheren Zukunft an Wichtigkeit gewinnen wird. Der Erfolg im Social-Network-Bereich liegt hinter den Erwartungen zurück. Beklagt werden hier mangelhafte Tracking-Techniken. Dennoch will der Onlinehandel auch 2012 im Social-Media-Bereich weiter nachlegen. Erste Konzentrationsbewegungen des E-Commerce lassen sich auch in Brasilien bereits feststellen. Die Platzhirschen in Brasilien sind derzeit: Amazon, Google, Apple und Facebook, und das wird sich 2012 wohl noch verstärken. Wer portugiesisch spricht findet hier die Details zur Studie.