Archiv für April 2011

Rückspiegel: Social Media Marketing im Trend, Google Instant jetzt auch bei Anzeigen & Conversion Killer

Freitag, 29. April 2011

Social Media Marketing im Trend

Immer noch am beliebtesten im Online-Marketing sind SEO und SEM. In einer Studie zum Online-Marketing gaben 73,2 Prozent bzw. 72,4 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie auf SEO bzw. SEM setzen. Auch auf E-Mail-Marketing setzten 71,2 Prozent. Das stärkste Wachstum im Bereich Online-Marketing verzeichnen jedoch Kundenmeinungstools (27,4 Prozent), Mobile Marketing (27,1 Prozent) und Affiliate Marketing (25,1 Prozent). Nur 24,4 Prozent der Befragten planen den Einsatz von Social Media Marketing, allerdings setzten 47,2 Prozent der Befragten bereits Facebook ein. Ausserdem sehen 84,6 Prozent der Befragten die Bedeutung von Social Media in den nächsten beiden Jahren als steigend oder stark steigend an. Mobiles Marketing ist derzeit für die meisten noch kein Thema, allerdings plant jedes vierte Unternehmen dessen Einsatz in der Zukunft.

Google Instant Preview jetzt auch bei Anzeigen verfügbar

Nachdem im letzten Google mit der Instant Preview eine Vorschau der Websites aus den organischen Suchergebnissen eingeführt hat, ist diese Funktion ab sofort auch für Anzeigen verfügbar. Die Lupe neben den Anzeigen erlaubt dem User einen “Blick hinter die Kulissen” und ermöglicht ihm somit schon vor dem Klick auf die Anziege, ob der Content der Zielseite für ihn überhaupt relevant ist. Dies könnte zu einer Verbesserung des Traffics auf die eigene Seite führen, da sich die Kunden bereits im Vorhinein ein Bild machen können und erst bei Gefallen/Passen zur Suche klicken. Ein Nachteil könnte allerdings sein, dass man Kunden “vorschnell” verliert, nur weil ihnen beispielweise das Design der Homepage nicht gefällt oder keine Vorschau verfügbar ist. Damit wird das Design der Website in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Weitere Infos hier.

Die häufigsten Conversion Killer

Ein Problem vieler Online-Shops ist es, dass sie zwar viele User auf ihre Seite locken, diese jedoch nicht zu Kunden konvertiert werden können. Gründe dafür könnten hierin liegen:

1. Fehlendes Analysieren der Vorlieben der Kunden bezüglich Website-Usability

2. Irrelevante Landingpages: Passt die Zielseite auf welcher der User landet nicht zur Werbebotschaft, führt dies zu einer gesteigerten Absprungquote der User.

3. Die Qual der Wahl: Nutzer haben oft weder die Zeit noch die Lust sich alles anzusehen. Ist allerdings eine gute Suche oder spezifische Filtermöglichkeiten gegeben, wird die Abbruchrate sinken.

4. Ist auf der Homepage kein Call-to-Action zu finden bzw. wenn dieser sehr versteckt ist werden die Kunden auch nicht nach den Wünschen des Shopbetreibers handeln.

5. Viele Schritte bis zur Bestellung verringern ebenfalls die Conversion-Rate, weil mit jedem zusätzlich nötigem Schritt auch die Abbruchquote steigt.

Weitere Conversion Killer und Hilfestellungen, wie man diese eleminieren kann, sind hier zu finden.

Rückspiegel: Mobile Werbung auf Wachstumskurs, Umsatz- und Gewinnrückgang bei Yahoo!

Donnerstag, 21. April 2011

Markt für Mobile Advertising wächst um knapp 40 Prozent

Die Zahl der Mobile Kampagnen ist 2010 um knapp 40 Prozent auf 1.221 gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Unit Mobile Advertising (MAC) der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. Die Kampagnen wurden von 248 Unternehmen geschaltet, was einem Zuwachs von 27 Prozent entspricht. Begründet wird das Wachstum mit dem steigenden Absatz von leistungsfähigen Smartphones und der damit verbundenen vermehrten Nutzung des mobilen Internets. Immer mehr Unternehmen entdecken daher das Mobile Advertising als Mittel zur direkten Zielgruppenansprache.

Yahoo! erwirtschaftet 28 Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr

Yahoo! hat die ersten Quartalszahlen für 2011 veröffentlicht. Der Umsatz ging gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 24 Prozent auf 1,21 Milliarden US-Dollar zurück. Der Gewinn fällt mit 223 Millionen US-Dollar sogar um 28 Prozent geringer aus als im Vorjahr.
Besonders stark ist der Bereich Suche eingebrochen. Hier ging der Umsatz von 841 Millionen auf 255 Millionen US-Dollar zurück. Dahingegen stieg der Umsatz im Bereich Display um 10 Prozent an. Insgesamt wurden die Erwartungen der Analysten dennoch übertroffen. Für das zweite Quartal rechnet Yahoo! mit einer leichten Erholung der Umsätze auf einen Betrag zwischen 1,07 und 1,12 Milliarden US-Dollar.
Genaueres dazu kann man hier und hier lesen.

Rückspiegel: SEM boomt weiter, Pilotprojekt Schnäppchenjagd, knapp vorbei ist auch daneben.

Freitag, 15. April 2011

Search ist weiterhin Zugpferd des Online-Marketings

Online-Marketing boomt, keine weltbewegende News die es in die Tageschschau schaffen wird, aber dennoch bleibt es beachtlich, dass das New Yorker Interactive Advertising Bureau (IAB) im Rückblick auf 2010 neue Rekordumsätze der digitalen Kanäle mit einer stolzen Steigergung um 15% im Vergleich zum Vorjahr zu vermelden hat.

‚Leader of the Pack‘ bleibt mit einem Umsatzanteil von 46% erwartungsgemäß das Search Marketing, gefolgt von dem Toolset aus Bannern, Rich Media und Video, dass der Display-Werbung (gesamt 38%) zur Verfügung steht. Email-Marketing stagniert bei 1%, da Marketer offensichtlich weiterhin das nicht unerhebliche Reaktivierungspotenzial der Email übersehen und wichtige Variablen wie den Customer Life Time Value bzw. Revenue per Click außer Acht lassen.  (Wer sich für das Thema interessiert findet in diesem Podcast zum Thema Email als Killer-App für Shopping-Cart-Recovery einige interessante Anregungen.)

Microsoft entdeckt die Schnäppchen, die Schweden wird’s freuen.

MSN User in Stockholm, Götheborg und Malmö können sich freuen, da Microsoft in Schweden ein Auge auf Groupon’s Marktanteile zu werfen scheint und in Zusammenarbeit mit Lokaldealen einen Fuß in die Tür der Schnäppchenvermarktung zu bekommen versucht.

Sollte die knapp 300 Mitarbeiter starke Salesforce Erfolg haben, wird Microsoft diesen Brückenkopf gen Süden ausbauen, womit es in der kommenden Zeit wohl spannend wird zu sehen, wer sich im deutschsprachigen Markt mit Microsoft gegen die im Raume stehende ‚Groupoogle‘-Allianz stemmen wird.

Bing einmal mehr beim Schummeln erwischt

Nachdem Bing bereits im Februar 2011 durch die großzügige Übernahme von Google’s Suchergebnissen in Mountain Views Falle tappte (mehr hier), scheint nun auch ebenso großzügig bei den neuesten Zahlen zu Bing’s Marktanteil geschummelt worden zu sein. Wie TechCrunch berichtet, sonnten sich Bing’s PR-Leute in der Behauptung die Schallmauer von 30 % Marktanteil durchbrochen zu haben – nur leider ohne zu erwähnen, dass auch Suchen auf Seiten wie Yahoo! News, Slideshows & Co großzügig miteingerechnet wurden.

Die Veröffentlichung von comScore‘s qSearch-Analyse sorgte Anfang der Woche für erneute Schamesröte: Bereinigt man Bing’s Zahlen um jedwedes schmückende Beiwerk auf die Defakto-Suchanfragen, dann kommen Yahoo (15,7%) und Bing (13,9%) in den USA auf gerade einmal 29,6% Marktanteil.

Rückspiegel: Das Internet schläft nicht; Gesetzliche Preisangabepflichten bei AdWords; Überblick über Google Anzeigen-Innovationen behalten; Internetsperre passé, Vorratsdatenspeicherung nicht

Freitag, 08. April 2011

Das Internet schläft nicht

Google dich! – So könnte eine Initiative besorgter Datenschützer lauten, wenn sie Internetnutzern die Augen öffnen wollten was alles bereits digital über sie verfügbar ist. Die abstrakte Gefahr, die vom Datenstriptease ausgeht ist nur schwer zu erklären, vor allem da das Internet ein sehr junges Medium ist. Nahzu alle Angebote im Internet sind kostenlos erhältlich; zumindest bezahlt man kein Geld, sondern liefert dem Unternehmen hinter dem Angebot einen Teil seiner Privatsphäre zur gezielten Schaltung von Werbung als Gegenleistung. Wieso dies so viele Nutzer akzeptieren, versucht dieser Artikel im Handelsblatt näher zu beleuchten.

Gesetzliche Preisangabepflichten auch bei AdWords notwendig

Auch wenn der Platz innerhalb der Textanzeigen bei Google AdWords ein limitierender Faktor ist, entbindet dies einen nicht von der Pflicht gesetzliche Preisangabepflichten zu befolgen. Dies erläutert Rechtsanwältin Julia Blind. Im beschriebenen Falle fehlten Angaben zu den Kosten einer Mehrwertnummer aus dem Mobilfunknetz in der Textanzeige.

Überblick über Google Anzeigen-Innovationen behalten

Google hat eine Seite eingerichtet über die man schnell Zugang zu den vor allem in letzter Zeit ausgebauten Anzeigenerweiterungen erhält. Die erwähnten Erweiterungen sind auch über die AdWords Oberfläche zugänglich, jedoch gab es bisher noch keine Übersicht aller Erweiterungen.

Internetsperren passé, Vorratsdatenspeicherung nicht

Union und FDP haben sich darauf geeinigt das von Ursula von der Leyen im Jahr 2010 unter großem Mediengetöße initiierte Zugangserschwerungsgesetz zu kippen. Zuletzt haben sich Berichte gemehrt, die belegten dass das Löschen gesetzeswidrigen Materials in aller Welt innerhalb weniger Wochen bewerkstelligt werden kann. Gleiches gilt jedoch nicht für die Vorratsdatenspeicherung. Die ist bei Unionspolitikern und dem BKA weiterhin sehr beliebt, obwol sie offensichtlich nicht wirksam bei der Verbrechensbekäpfung helfen kann. Alle Verbindungsdaten aller Deutschen sollen demnach 6 Monate lang gespeichert werden, falls man mal nachschauen muss. Wie so etwas in der Praxis aussieht kann dies im Zeit-Artikel über Malte Spitz in Erfahrung bringen.

Oh, dann war noch folgendes: Google ging schon wieder kaputt..

Rückspiegel: 1+ April Experiments

Sonntag, 03. April 2011

Google 1+

Mit Google 1+ ist es neuerdings möglich, AdWords Anzeigen zu “liken” oder – gemäß Google – zu “+1-en”. Das sieht dann so aus:

AdWords +1'd this

Bis auf weiteres ist die Funktion nur im englisch-sprachigen Google verfügbar.

Siehe auch: http://www.internetkapitaene.de/2011/03/31/was-ist-drin-bei-1/
 

AdWords Campaign Experiments

Mit AdWords Campaign Experiments soll das bereits seit einiger Zeit vorhandene ACE-Tool einfacher nutzbar werden. Mit wenigen Klicks im Opportunity-Tab kann man so neue Keywords erst mal 30 Tage testen. In dieser Zeit führt Google automatisch einen Split-Test mit dem Status Quo der Kampagnen aus.

Siehe auch: http://adwords.blogspot.com/2011/03/put-optimization-ideas-to-testrun.html

Deutscher SEO-Guide

Google bringt einen deutschsprachigen SEO-Guide heraus.

Direkter Download: http://www.google.de/webmasters/docs/einfuehrung-in-suchmaschinenoptimierung.pdf
Siehe auch: http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2011/04/our-seo-guide-now-available-in-ten-more.html
 

April-April

Google versteht Spaß.
Zweifelst du etwa daran? Dann sieh dir doch mal die Sammlung mit April-Scherzen von Google an. Mein Favorit: Chromercise :)