Archiv für Juni 2011

Erste Zahlen zur Änderungen der Google-Oberfläche

Donnerstag, 30. Juni 2011

Nachdem der +1-Button ja erst gestern live gegangen ist, wurden wir heute mit einer stark angepassten Oberfläche inklusive eines modifizierten Formats der Textanzeigen überrascht. Die mir spontan aufgefallenen Änderungen habe ich auf die Schnelle mal markiert. Continue reading “Erste Zahlen zur Änderungen der Google-Oberfläche” »

Neulich beim Zahl-Arzt – welches Bezahlsystem im Internet tut weh?

Mittwoch, 29. Juni 2011

Webshop-Betreiber stehen mit der Bereitstellung der richtigen Art und Anzahl unzähliger Bezahlsysteme stets vor einer schwierigen Aufgabe. Laut einer aktuellen Studie von ibi Research der Universität Regensburg steht bei deutschen Online Shops dabei die Zahlungsmöglichkeit per Vorkasse mit rund 80% außer Konkurrenz an erster Stelle des Bezahlportfolios1, gefolgt von Zahlung per Rechnung, Kreditkarte, Nachname, und anderen, gleichauf bei ca. 45%. Doch nicht bei jeder möglichen Zahlungs-Krone beißt der Kunde gleich gern zu.

Derzeit bietet mit 61% der Großteil der Händler zwischen drei und fünf Zahlungsverfahren an. Das optimale Angebot adäquater Bezahlmethoden verlangt jedoch ein gewisses Fingerspitzengefühl. Dabei spielt die Diagnose der stärksten Einflussfaktoren auf die Auswahl eine zentrale Rolle. So gilt es zunächst, sowohl die Zielgruppe als auch die Warengruppe im Vorfeld korrekt zu analysieren, da mit ihnen zum einen unterschiedlich hohe Kaufkraft der Klientel, zum anderen variierende Zahlungsrisiken für den Webshop Betreiber einhergehen. So liegt beispielsweise für kaufkräftigere Kunden mittleren und höheren Alters die Kreditkartenoption nahe, während für potenzielle Kunden unter 20 Jahren Vorkasse oder Paypal im Portfolio empfohlen werden. Hinsichtlich der Warengruppe hängt das Risiko für den Shop Betreiber davon ab, wie leicht die Ware weiterverkäuflich ist. So sollten für den Verkauf von Handys Zahlungsarten mit höherem Risiko, z.B. Kauf auf Rechnung, vermieden werden. Um die passenden Zahlungsmodalitäten zu finden, sollte man daher darauf achten, einerseits weder die am weitesten verbreitete Vorkasse als einzige Bezahlmethode anzubieten, noch andererseits auf die Gießkannen-Strategie zu setzen. Das liegt daran, dass bei ausschließlichem Angebot der Vorkasse der Umsatz zu leiden hat, wobei wegen mangelnder Akzeptanz der Vorkasse bei der Mehrheit der Käufer die Kaufabbrüche deutlich höher als bei breitem Bezahlportfolio liegen. Werden mehrere Bezahlsysteme angeboten, um möglichst vielen Kundenwünschen hinsichtlich Zahlung gerecht zu werden, und geht man zunächst davon aus, dass keine Risikoprüfung erfolgt, stehen steigendem Umsatz hierbei gleichzeitig steigende Kosten der Zahlungsabwicklung gegenüber, während ein geschmälerter Profit zu verzeichnen ist.

Entscheidungshilfe kann in diesem Zusammenhang der „E-Retail-Report 2010“, eine Marktausschnittsstudie²  der Deutsche Card Services GmbH, schaffen. Er illustriert den durchschnittlichen Warenkorb europäischer Shops. Signifikant ist hierbei dessen Höhe bei Käufen mit Kreditkarte, der gegenüber Klassikern wie Lastschrift und Giropay mit der dreifachen Höhe aufwartet. Dies bietet eine perfekte Möglichkeit für den versierten Webshop Betreiber, hier der Zahlungsbereitschaft des Kunden entgegenzukommen, anstatt ihn mit oft als unbequem empfundenen Bezahlmodalitäten vor den Kopf zu stoßen, und damit weder Erst- noch Folgekäufe zu generieren.

Betrachtet man ferner die entsprechenden Zahlarten in den Segmenten „10 bis 100 Euro“ und „100 bis 500 Euro“, wird zudem deutlich, dass die Kreditkarte in den vorderen Rängen, bzw. an der Spitze steht. Offline-Zahlarten verschwinden dagegen ab einer Kaufsumme von mehr als 100 € in der Bedeutungslosigkeit.

Verlässt man nun den eben betrachteten Marktausschnitt, wird die Tendenz erkennbar, dass Webshop-Betreiber die Lücken in ihren Bezahlmöglichkeiten in Zukunft zu schließen planen, allen voran mit dem ‚Goldzahn‘ der  Kreditkartenzahlung, gefolgt von Internet-Bezahlverfahren (z.B. Sofortüberweisung) in den obersten Rängen.

Die eigentliche Wurzelbehandlung könnte jedoch deutlich tiefer ansetzen, in Form von maßgeschneiderten Bezahlmodalitäten, die auf die individuelle Kundensituation eingehen. Der Weg dorthin kann in Form von Risiko- und Bonitätsprüfungen durch spezielle Dienstleister geebnet werden, um möglichen Zahlungsstörungen ex ante begegnen zu können. Auf Basis der Prüfungsergebnisse soll so der Webshop-Betreiber in die Lage versetzt werden, bestimmten Kunden die auf sie zugeschnittenen Bezahlmethoden freizuschalten.

 

1 Vorkasse, Rechnung, Kreditkarte, Lastschrift, Nachname.

2 Basierend auf 8 Mio. Transaktionen aus realen Kaufvorgängen (Okt. 08 – Sept. 09) über die Plattform der Deutsche Card Services GmbH. Der Schwerpunkt liegt auf Debit- und Kreditkarten, daher finden Paypal, Clickandbuy und Sofortüberweisung keine Berücksichtigung (siehe Internet World Business 9/11, S.24).

Neue Top-Level Domains, Anzahl Klicks unter Ads?!, Änderungen bei AdWords

Freitag, 24. Juni 2011

Neue Top-Level-Domains

Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat die neuen Top-Level-Domains, wie Städte-, Produkt-, Marken- oder Firmennamen, beschlossen. Somit wird es bald Domains wie beispielsweise .muenchen, .mode oder .iphone geben. Daher bieten sich für Unternehmen neue Möglichkeiten in Bezug auf Struktur und Planung ihres Internetauftritts. Vorallem bei der Vermarktung von Marken und Produkten könnten die neuen Doamin-Endungen eine große Rolle spielen. Vorteile gibt es jedoch nicht nur auf Seiten der Unternehmen, sondern auch für den Nutzer kann es die Informationssuche im Netz vereinfachen. Anträge zur Aufnahme neuer Top-Level-Domains können ab Januar 2012 eingereicht werden. Die ICANN wird jedoch nur Unternehmen, Organisationen und Gemeinschaften mit schlüssigem Konzept zulassen. Zudem ist dies mit enormen Kosten verbunden, da nicht nur das Zulassungsverfahren sehr kostspielig ist, sondern auch die jährlichen Unterhaltskosten mit ca. 200.000€ nicht zu verachten sind. Ausserdem wird es in Kürze in Ägypten, Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland möglich sein, auch nicht-lateinische Zeichen in der Domain zu verwenden. Continue reading “Neue Top-Level Domains, Anzahl Klicks unter Ads?!, Änderungen bei AdWords” »

Real Time Bidding- ein Mechanismus mit Potential?

Dienstag, 21. Juni 2011

Die digitale Werbebranche in Deutschland beginnt sich gerade erst intensiver mit Echtzeitauktionen im Displaynetwork zu beschäftigen. Gerade weil Real Time Bidding (RTB) in diesem Jahr in aller Munde ist, ist ein genauer Blick auf dessen Funktionsweise und ihr Potential sinnvoll.

Real Time Bidding hat seinen Ursprung im Auktionsmodell um Textanzeigen von Google. Auch die Suchmaschine lenkt das Augenmerk der Publisher schon seit einiger Zeit verstärkt auf das Displaynetwork, auch deshalb ist es wichtig zu verstehen wie RTB funktioniert.

Mithilfe von Real Time Bidding kann die Ausrichtung der Werbung punktgenau gesteuert werden. Man versteht unter RTB das Versteigern von einzelnen Ad Impressions in Echtzeit. Ein Adserver fragt bei den Kundenservern für jede Werbeeinblendung an und holt Gebote ein. Ein Auktionsmechanismus teilt dann dem Höchstbietenden den Werbeplatz zu. In dem Moment, in dem der User auf die Website surft, spielt sich also im Hintergrund jedes Mal in Echtzeit eine Auktion um den Werbeplatz der Website ab. Die Teilnehmer müssen somit im Vorhinein – genau wie bei den Versteigerungen der Suchmaschinen um Keywords – Gebotsstrategien und Performance Kennzahlen definieren, um anschließend effizienzkonform bieten zu können.

Von technischer Seite betrachtet, benötigt RTB neue Technologien, denn die Ads können nicht nur wie oben beschrieben auf Werbemarktplätzen gehandelt werden, sondern auch zwischen sogenannten Demand-Side- (bspw. Online Media Agenturen) und Supply-Side-Plattformen (bspw. Werbeflächenanbietern). Möglichst viele Agenturen oder Werbetreibende müssen hierzu über einen Real-time Bidder oder Adserver auf das Inventar eines Publishers zugreifen können, so dass in der Auktion auch wirklich Wettbewerb um die Werbeplätze entsteht.

Die Größe des deutschen Marktes für RTB lässt sich momentan nur schwer abschätzen; als wahrscheinlich gilt jedoch, dass sich die Komplexität des Ad-Marktes erhöht: Demand-Side-, Supply-Side-Plattformen und Data Exchanges sowie RTB-Technologien tummeln sich auf dem Markt, und die dahinter stehenden Dienstleister suchen sich eben erst ihre Nischen.

Anbieter im Bereich RTB sind unter anderem:

http://www.sociomantic.com/
http://www.adspirit.de
http://www.yieldlab.de
http://www.appnexus.com

 

Inside Search News, M-Commerce noch ausbaufähig, Twitter und Yahoo! kooperieren

Freitag, 17. Juni 2011

Inside Search 2011

Auf der Inside Search Konferenz hat Google einige neue Features vorgestellt, die die Suche verbessern sollen.
Google Voice Search wird nun auch für die Desktop-Version von Google zur Verfügung gestellt. Im Moment gibt es die Funktion nur in Google Chrome und nur auf Englisch. Bald soll das Angebot aber auf weitere Sprachen ausgeweitet werden. Für Smartphones ist die Sprachsuche bereits in 27 Sprachen verfügbar.
Mit Instant-Pages sollen Suchergebnisseiten noch schneller erreicht werden. Das neue Feature wird vorerst in einer Beta-Version verfügbar sein. Bei der Suche mit Instant-Pages werden die Ergebnisseiten bereits geladen während die Anfrage eingegeben wird. Klickt man auf einen Link in den Suchergebnissen, wird die Zielseite sofort angezeigt. Im Vergleich zur normalen Suche sollen dadurch einige Sekunden Wartezeit eingespart werden.
Mit Search by Image können Bilder quasi als Suchanfrage eingegeben werden. Hierzu ist bereits gestern ein Beitrag auf diesem Blog erschienen, der die Funktion sehr genau beschreibt.

 

Nur wenige mobile Internetnutzer kaufen übers Handy

Das haben Studien von Ipsos und TNS Infratest herausgefunden, die von Google Deutschland und dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) beauftragt wurden. Zwar besitzen 18 Prozent der Erwachsenen in Deutschland ein Smartphone. Die Hälfte davon nutzt es, um sich unterwegs über Produkte und Dienstleistungsangebote zu informieren. Aber erst 28 Prozent der privaten Smartphone-Nutzer haben schon einmal etwas übers Handy gekauft. Das liegt hauptsächlich an der mangelnden Nutzerfreundlichkeit. Nur wenige Unternehmen haben Websites, die für Smartphones optimiert sind (37 Prozent der Top 500 im Onlinemarketing aktiven Unternehmen). Mobile Einkaufslösungen bieten sogar nur 33 Prozent an. Weiterlesen auf internetworld.de.

 

Kooperation zwischen Twitter und Yahoo! Japan


Twitter und Yahoo!
wollen auf dem japanischen Markt zusammenarbeiten. Das wurde diese Woche auf dem Twitter-Blog angekündigt. Tweets sollen zuerst in die Echtzeitresultate integriert werden, später sollen weitere Angebote von Yahoo! Japan folgen. Twitter will dadurch mehr User in Japan, einem seiner wichtigsten Märkte, erreichen.

Selbstversuch mit der neuen Bild-zu-Bild Suche (“Search by Image”) in Google

Donnerstag, 16. Juni 2011

Seit ein paar Tagen stellt Google neue Suchfunktionen auf Google.de bereit. Inzwischen kann über Spracheingabe und Upload eines Bildes nach passendem bzw. ähnlichem Content gesucht werden. Auch die Instant Search wurde von Google stark beschleunigt.

Da ich bereits seit einiger Zeit die Suche per Sprache über mein Smartphone nutze und die Instant Search ja ebenfalls ein alter Hut ist, habe ich mich an der Bild-zu-Bild Suche ausprobiert.

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+1, Was Unternehmen online so planen, Social Dings..da..

Freitag, 03. Juni 2011

+1 | Google gefällt dies

Im Katz und Maus Spiel um neue Features hat Google nun nachgezogen und einen +1 Button für Webmaster freigegeben. Diese können sich einen +1 Button erstellen und auf ihrer Seite einbinden. Er hat die gleiche Funktion wie der “Like” Button von Facebook und soll dem Internetnutzer für ihn relevanten Inhalt besser kenntlich machen. Auf der Google Ergebnisseite werden Webseiten, die von einem der mit dem Google Konto verknüpften Kontakte “pluseinst” wurden, besonders hervorgehoben. Außerdem sieht man die Gesamtanzahl aller Menschen die diese Webseite geeinst haben. Da dieses Symbol So sieht der +1 Button von Google aus auf der SERP viel Aufmerksamkeit verspricht, wird es nicht lange dauern, bis der Pluseins Button eine ähnlich hohe Verbreitung wie der “Like” Button von Facebook haben wird. Besonders SEOler reiben sich wohl die Hände :)

 

Was Unternehmen online so planen

Das “Adobe Scene7 2011 Survey: Digital Marketing in the Next Decade” analysiert, was Unternehmen derzeit online an Verbesserungen durchführen und welche Maßnahmen sie zukünftig planen. Eine Zusammenfassung findet sich bei der Internet World. Neben der Erschließung mobilder Plattformen (Smartphones, Pads) steht vor allem das soziale Marketing oben auf der Liste.

 

Social Dings..da..

Die Technologie entwickelt sich schnell und treibt die rasante Entwicklung des Internet voran. Die Menschheit hat noch gar nicht ganz begriffen was es heißt ein Instrument wie das Internet zu besitzen, doch nach und nach dringt es in immer mehr Bereiche des täglichen Lebens vor. Smartphones und iPads sind die Spitze des Eisberges. Dass diese schnellen Innovationszyklen auch immer wieder Felder erschaffen die dem um sie entstehenden Hype nicht stand halten können, ist da fast eine logische Konsequenz. Vielleicht mag dies ein Grund sein weshalb viele Unternehmen nicht so recht wissen, was sie mit Social Media anfangen sollen. Dass dem so ist behauptet jedoch ein interessanter Blogbeitrag drüben bei search engine land. Die “Untersuchung” fußt auf der Anzahl der Suchanfragen rund um das Thema.