Archiv für September 2011

Dreimal Google-News

Freitag, 30. September 2011

Neu bei Google Analytics: Realtime und Premium

Analytics wird um ein Echtzeit-Feature und eine Premium-Version erweitert.

Wo bisher nur retrospektiv analysiert wurde, fließen die Daten jetzt in realtime ein, somit kann man live mitverfolgen, wie Inhalte in sozialen Netzwerken verbreitet werden, wo die User herkommen und wann deren Interesse wiederbelebt werden soll. Weiter ermöglichen die Echtzeitdaten ein praktisches Kampagnentracking, mit dem Einstellungen sofort auf Effizienz getestet werden können.

Screenshot analytics

analytics realtime screenshot

Quelle: Google Analytics Blog
 
 
Die neue kostenpflichtige Premium-Option bewältigt mehr Daten und Variablen und erlaubt den Download von kompletten Berichten. Bisher ist diese aber nur in den USA, Kanada und UK verfügbar. Preis auf Anfrage bei Google.

 

Google AdWords für Video beta am Start

Videokampagnen können künftig mit AdWords erstellt werden.

Video-Ads werden mit Geboten auf  Pay-Per-Watch verwaltet, sowohl auf Youtube als auch im Google Display Netzwerk. Speziell auf Video zugeschnittene Tools und neue TrueView-Formate stehen bereit, zahlreiche Targeting-Optionen und Auswertungsmöglichkeiten sollen die Videowerbung boosten.

AdWords_Video

AdWords_Video

Quelle: Google

Und: Für Neue User gibt’s einen 100$-Gutschein.

 

Google Product Search Revamp

Eine ganz neue Shopping-Erfahrung verspricht das überarbeitete Google Product Search. Mit Features von Boutiques versehen, präsentiert sich Product Search jetzt deutlich eleganter und praktischer.

ProductSearchHomepage

ProductSearchHomepage

Quelle: Google Commerce Blog
 

Die Benutzeroberfläche vermittelt ein Onlineshop-Gefühl, größere Produktfotos und viele Auswahloptionen verführen zum langen Stöbern bzw. Browsen.

Und natürlich zum Kaufen…

Landingpage Basics I: Bounce? Muss nicht sein.

Mittwoch, 28. September 2011

Die Performance einer Kampagne steht und fällt mit den Landing-Pages, auf die der Internet-Nutzer trifft. Und selbst eine optimal ausgesteuerte PPC-Kampagne wird nur schwer das an Profit rausholen, was im Post-Click Flaschenhals verloren geht. Kurzum, eine unoptimierte Seite blutet bares Geld.

Die gute Nachricht ist, das ABC einer guten Landingpage erfordert keine fortgeschrittenen Kenntnisse wie im „SEO-Voodoo“ oder in der „Qualitätsfaktor-Esotherik“, sondern schlichten Menschenverstand der Kommunikation. Denn wie heisst es so schön: Menschen kaufen von Menschen und nicht von Webpages.

Hierbei ist es weniger wichtig, ob der Gestalter die einzelnen Designelemente „cool auf die Seite geschmissen“, wie damals für Printmedien gelernt, hat, sondern dass dem potentiellen Kunden eines klar wird: Hier bekomme ich was ich will ohne meine Zeit verschwenden zu müssen. Am Ende des Tages geht es schlicht um Conversions, und diese sollten so einfach wie möglich gemacht werden.

Ist unser aller Freund Max Mustermann auf der Suche nach einer Versicherung für seinen Jahresurlaub, dann möchte er sicherlich die beste Leistung zum besten Preis, wird aber gleichzeitig wenig Geduld mitbringen und es einem „Verkäufer“ übelnehmen, wenn er seine Zeit verschwendet.

Screenshot: PPC-Landingpage  Reiseversicherungen-Testsieger.de

Daher sollte eine Landingpage, wie im oberen Beispiel die Fragen beantworten: (1) Wo bin ich? – Antwort: Beim Profi für Reiseversicherungen. (2) Was kann ich hier machen? – Antwort: Buchen wonach ich suche. (3) Warum soll ich es hier machen? – Antwort: Weil das Produkt ein Testsieger ist. Nicht vergessen, Zeit ist Geld und die Landingpage hat nur wenige Sekunden, um das Interesse des Besuchers zu wecken und ihn auf der Seite zu halten. Klickt er zurück, freut sich nur Google über das Klingeln in der Kasse, denn der Besucher ist weg und wird wohl kaum auf eine als wenig relevant wahrgenommene Seite zurückkehren.

Der zweite Teil unserer Serie zum Thema User-Experience erscheint im Laufe der kommenden Woche.

SEM-Markt wächst 2011, Mobile Ads

Donnerstag, 22. September 2011

SEM-Markt wächst 2011 um 11%

Suchmaschinenmarketing wächst 2011 um beachtliche 11% und erreicht in der BRD damit einen Gesamtumsatz von knapp 2,1 Mrd. Euro. Das berichtet die Internet World Business in der Printausgabe vom 21. September 2011 (S.2). In den Schatten wird dieser Zuwachs nur vom überproportionalen Wachstum im Bereich der Bilderwerbung gestellt. Hier wuchs die Branche um 20% und erreichte einen Umsatz von 3,7 Mrd. Euro. Das Brutto-Online-Volumen steigt 2011 auf beachtliche 6,23 Mrd. Euro. Bei allen Unsicherheiten die hinter diesen Zahlen vermutet werden kann jedoch ein klares Fazit gezogen werden: Online-Werbung wächst weiterhin!

Mobile Endgeräte mit erhöhtem Werbepotential

Google weist einmal mehr darauf hin mobile devices als Empfängergeräte für Onlinewerbung zu nutzen. Laut einer Schätzung aus den USA werden dieses Jahr etwa 44% der last-minute-Buchungen von Online-Reisbüros über Tablet-PCs und Smart-Phones abgewickelt. Google empfielt daher den Online-Werbetreibenden dieses Potential zu erkennen und Ihre Internetangebote verstärkt auf diese Endgeräte auszuweiten. Kritisiert wird von Google die Qualität vieler Landingpages auf den mobilen Endgeräten. Mit Zuckerbrot und Peitsche will man diesen Mängeln begegnen. Die Qualität der Landigpages wird in Zukunft auch hier in den Qualitätsfaktor miteinfließen. Diese Logik kennt man bereits von AdWords-Anzeigen, die auf klassische Endgeräte getargetet werden. Ein besserer Qualitätsfaktor soll also auch bei den mobile Ads zu mehr und billigerem Traffic beitragen. Mittelfristig werden Werbetreibende und Online-Marketing-Agenturen auch in Deutschland auf das Wachstum in diesem Bereich reagieren müssen.

Googles neuer Trumpf: Wallet

Dienstag, 20. September 2011

 

Schon lange angekündigt ging diese Tage die neue Google App, Google Wallet in den USA online. Mit dieser App kann man mit seinem Nexus S 4G überall da bargeldlos zahlen, wo man auch via Mastercard oder Paypal zahlen kann. Falls man keine Citi Mastercard besitzt, kann man sich eine Google Prepaid-Card einrichten und diese mit allen gängigen Kreditkarten decken, wir sind ja in Amerika ;-) Demnächst werden auch weitere Kredikartenanbieter wie z.B. Visa folgen. Visa ist übrigens schon seit längerem Partner beim Konkurrenten Isis, einer Kooperation der US-Mobilfunkanbieter AT&T, T-Mobile USA und Verizon.

Die Daten werden mittels NFC (Near Field Communication) an den entsprechend ausgestatteten Kassenautomaten übertragen. Voraussetzungen um Wallet nutzen zu können ist ein Nexus S 4G sowie die Benutzung des drittgrößten US-Mobilfunknetzes Sprint.

Wallet gliedert sich in 4 Bereiche: Bezahlen, Treuekarten, Angebote und Archiv. Bei den Angeboten fließen auch Angebote von Google neuerster Akquisition CityDeal ein.

Das ist erst der Anfang, sagt Google Manager Osama Bedier. Lansgam fügt sich das Puzzle verschiedenster Google-Services und Akquisitionen zusammen.
Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

 

Weiteres im Bereich Mobile Payment:

- Paypal klagte bereits im Frühjar 2011 gegen Google wegen Geheimnisverrats.

- NFC im IPhone: Keine News mehr seit Mai. Die NFC-Ausstattung kommt aber wahrscheinlich mit IPhone 5 oder 6.

- Mobiles Bezahlsystem in Deutschland:  MPass (Bezahlsystem von Telekom, Vodafone und O2), funktioniert aber nicht via NFC sondern SMS.

- Eine interessante Studie der Gfk: Mobile Payments: The Importance Of Trust, Familiarity And The Need for Co-Operation

- Erste Erfahrungen mit Wallet

 

Eine sehenswerte & kurze Video-Einführung:
 

Quelle Bild: GfK

HTGF wird zum Investor des Jahrzehnts gewählt – Glückwunsch!

Dienstag, 20. September 2011

Eine Expertenjury von Gründerszene hat den High-Tech Gründerfonds (HTGF) (auch bei crealytics investiert) zum Investor des Jahrzehnts gewählt. Mit einem Fondsvolumen von 272 Millionen Euro und rund 200 Portfoliounternehmen aus den unterschiedlichsten Technologiebereichen spielt der HTGF eine zentrale Rolle im deutschen Seedmarkt.

Waren wir vor Abschluss unserer Seed-Runde noch sehr skeptisch, sind wir nun nach knapp 2 Jahren Zusammenarbeit mit dem HTGF äußerst zufrieden:

  • Wir haben einen fairen Partner gefunden, der hält, was er verspricht.
  • Wer hinter dem HTGF eine Behörde erwartet, liegt falsch. Der HTGF ist schlanker und agiler als die meisten privatwirtschaftlichen Unternehmen.
  • Jedes Jahr gibt es zahlreiche, professionell organisierte Events, die sich zum Erfahrungsaustausch mit anderen Gründern und zum Networking eignen.
  • Unsere Investment Managerin ist kompetent und engagiert. Wichtige Fragestellungen besprechen wir deshalb gerne gemeinsam.
  • Die Unterstützung zum Closing der A-Runde war beispiellos.

Wir bedanken uns für die exzellente Zusammenarbeit und gratulieren zu dieser Auszeichnung!

Google +1 bei Google Maps / Studie zum Wert eines Facebook Likes / Koopartion zwischen AOL, Microsoft und Yahoo!

Donnerstag, 15. September 2011

Google +1 Snippets jetzt auch bei Google Maps

Google kündigt die Integration von +1 Snippets bei Google Maps an. Karten, Routen und Orte können nun einfach bei Google +1 geteilt werden. +1 Snippets gibt es mittlerweile schon bei Google Books, Google Offers und der Produktsuche. Weitere Google Produkte werden bald folgen. Das zeigt die Richtung, in die Google offensichtlich strebt. Künftig wird es wohl keine alleinstehenden Google Services mehr geben, sondern die Produkte werden nach und nach alle miteinander verknüpft.

 

Wie viel bringt ein Facebook Like?

Den Wert eines Facebook Likes zu bemessen ist eine schwierige Sache. Werbetreibende würden aber trotzdem gerne wissen, ob sich ihr Engagement auf Facebook lohnt. Rimm-Kaufman hat daher eine Studie durchgeführt, die einige interessante Zusammenhänge – etwa zwischen dem gesamten Online-Umsatz eines Unternehmens und dem Umsatz pro Like) aufzeigt. Zwar liefert die Studie auch keine konkreten Zahlen, sie ist aber dennoch sehr lesenswert.

 

Ad-Kooperation zwischen AOL, Microsoft und Yahoo!

AOL, Microsoft und Yahoo! kooperieren beim Verkauf von Display Ads. Die drei Unternehmen haben vereinbart, Anzeigen, die sie nicht selbst verkaufen können und normalerweise an Anzeigennetzwerke übergeben würden, nun gegenseitig für den jeweils anderen zu verkaufen. Neben höheren Gewinnen für die beteiligten Unternehmen soll der Zusammenschluss wohl auch ein Gegengewicht zu Google liefern, meint Peter Kafka auf All Things Digital.

Fundstück: Welche Online Shops machen TV-Werbung?

Dienstag, 13. September 2011

Wer am Abend gerne mal etwas zwischen den TV-Kanälen zappt, stellt fest, dass immer mehr Online Shops auch im Fernsehen werben. Wer mit welchem Spot im TV war bzw. ist, hat Ulrich Hafenbradl vom Shopbetreiber-Blog recherchiert. Danke für die Mühen!

By the way: Irgendwie lustig, dass gerade das verhasste Internet die TV-Werbung stützt.

Adwords: Pausierte Anzeigen werden geprüft / Google+ inspiriert Facebook

Freitag, 09. September 2011

Pausierte Anzeigen: Vorsicht bei Verstößen gegen Richtlinien

Wie auf dem Adwords-Blog veröffentlicht, überprüft Google seit dem 7. September auch pausierte Anzeigen. Als Grund wird die frühere Anzeigenauslieferung nach Aktivieren der Anzeige genannt – weil sie dann nicht mher überprüft werden müsse.

Dieses “Feature” könnte für Konten zum Stolperstein werden, falls sich in pausierten Anzeigen noch unentdeckte Verstöße gegen die Anzeigenrichtlinien finden. Neben den weit verbreiteten Versuchen, Markensperren durch Falschschreibweisen zu umgehen können auch unabsichtliche Verstöße zu Ablehnungen führen. Continue reading “Adwords: Pausierte Anzeigen werden geprüft / Google+ inspiriert Facebook” »

“Give me a break, und behalt Dein Kitkat.”

Donnerstag, 08. September 2011

Sie ist eine dieser Anekdoten, die in keinem Social-Media-Handbuch fehlen darf: Der “Shitstorm”, der sich auf der Fanpage von Nestlé entlud, nachdem Greenpeace in einer viralen Kampagne darauf hinwies, dass für Zutaten des Schokoriegels Kitkat der Regenwald auf der Insel Borneo abgeholzt und damit der Lebensraum für den allzu menschlich erscheinenden Orang Utan brutal vernichtet wird.

Doch was tun in so einer Situation, wenn man als Community Manager einer Facebook-Page angeheuert hat, Fans beschimpfen? Das war zumindest das, was damals passierte und Facebook-Nutzer, die zuvor noch Fans des Konzerns waren und sich mit Greenpeace, beziehungsweise dem südostasiatischen Vettern des Homo Sapiens, solidarisch zeigten, verabschiedeten sich offiziell als Konsumenten.

2011 ist es nun wieder so weit. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk holte diese Woche zum Schlag in das Genick unseres sozialen Gewissens aus und veröffentlichte einen Clip auf YouTube, der zur Teilnahme an einer Petition an Nespresso’s Markenbotschafter George Clooney aufruft, um das Handelsgebaren des Konzerns an den virtuellen Pranger zu stellen. (Eine Werbefigur, die bei den weiblichen Kunden, wohl ähnliche Reflexe hervorrufen dürfte wie ein Orang-Utan-Baby.)  Doch was ist das Learning, das die Social-Media-Pundits daraus ziehen? Dass man seine Fans nicht beschimpfen soll? Dass man, wie Nestlé dieser Tage im Bezug auf Nespresso, am besten ganz den Mund hält und wartet bis sich der “Shitstorm” gelegt hat? Das löst zwar nicht das Problem, reicht aber offensichtlich aus, um in der eigenen PR-Abteilung im Sattel zu bleiben.

In manchen Fällen, wie sich in einem eher mäßig spannenden Workshop von “Social-Media-Strategen” zugetragen, ist es auch ausreichend den Kitkat-Fall vorzustellen und abschließend zu erwähnen, dass man mit seinen Twitter-Followern zusammen eine Sicherheitslücke in der eigenen Software entdeckt und das Problem gemeinsam gelöst hat. Es wird gegähnt, man wacht auf, man applaudiert – weil es sich dem Sprecher gegenüber aus Höflichkeit so gehört. Und doch bleibt die Frage: Warum funktioniert Social-Media-Krisen-PR in einem Fall, und im anderen wieder nicht?

Es kommt auf eine Kongruenz der Interessen an, oder, um es mit den Worten des Havard Professor Steven Pinkert auszudrücken: “I think that we should not bomb the Japanese, because they build my mini van.” Doch Augenzwinkern beiseite. Softwareunternehmen wie Anwender haben ein gemeinsames Interessent, eine sichere Software. Nestlé und seine Aktionäre auch, die Profitmaximierung. Und wenn das nicht anders geht, dann eben auf Kosten der Umwelt oder der Kaffeebauern in Entwicklungsländern – was dem morgentlichen Nespresso des Verbrauchers einen bitteren Beigeschmackt bereitet.

Da der Dialog mit dem Kunden nicht nach den Gesetzen der “unsichtbaren Hand” des Marktes funktioniert, habe wir für diejenigen, die noch Zeit auf einen Kaffee haben, eine Vorlesung von Yale-Professor Paul Bloom mit einer Interessanten Case Study herausgesucht (ab ca. 00:14:30), die einen Blick darauf wirft, wie Gruppenkonflikte eskalieren und gelöst werden können.

Videos für Fashion Stores: Abverkauf und Branding

Mittwoch, 07. September 2011

Immer mehr Fashion Stores setzen auf Videos zur Produktpräsentation. Vorreiter waren Asos und Net-a-porter mit ihren Mini-Laufsteg-Videos. Auch bei Zalando finden sich immer mehr Produktvideos. Der positive Einfluss auf die Conversion Rate ist bekannt.

Wie nutzen die Shops das Potential dieser hochwertigen Produktvideos? Laut einer aktuellen Studie von Bloofusion bleibt zumindest das Potential zur Suchmaschinenoptimierung über Videos häufig ungenutzt. Nur 30 von untersuchten 130 Premium-Shops seien mit Videos im Google-Index vertreten.

Eine weitere denkbare Nutzung der aufwendig produzierten Inhalte wäre eine Einstellung in die Youtube-Kanäle. Continue reading “Videos für Fashion Stores: Abverkauf und Branding” »