Rhein Main Startup Weekend in Frankfurt

Böse Zungen behaupten Frankfurt wäre nur ein großes Dorf und eine Startup Szene gäbe es sowieso nicht. Wir konnten uns gestern vom Gegenteil überzeugen. Beim ersten Rhein-Main Startup Weekend im Frankurter Innovationszentrum Biotechnologie stellten sich letztlich 8 Teams der Herausforderung 54 Stunden an ihrer Geschäftsidee zu feilen und diese am Sonntagabend vor einer Expertenjury zu präsentieren. Mal abgesehen von den paar Problemen bei der Veranstaltungsdurchführung (zwei Stunden kein Internet, das Essen für hungrige Gründungswillige kam viel zu spät), kann man das Wochenende als großen Erfolg verbuchen.

Die Gewinner können mit einem Jahr gratis Büroräumen sowie einem Smart, Coaching und Unterstützung beim Website bauen rechnen. Gratulation dazu!
Die Crowd Investing Plattform soll öffentlichen Unternehmen wie z.B. den notorisch klammen Kindergärten helfen in energiesparende aber teure Maßnahmen wie Wärmedämmung zu investieren. Am Schluss sollen dann Investoren, die Welt und der Kindergarten profitieren. (Hier erfolgt keine Verlinkung, da es eine andere Firma mit demselben Namen gibt).

Nicht unerwähnt sollen aber die guten Ideen von einer Art social-Ebay, einer Plattform für schlechte Laune und den remote Konzertbesuch bleiben.
Bei beer4bike kann ich mein altes Fahrrad gegen einen Kasten Bier eintauschen. Social Commerce ist da das richtige Stichwort. Eine etwas kuriosere Idee ist die des Schmerz teilens: Viele Menschen haben zum gleichen Zeitpunkt Liebeskummer, trauern um das verstorbene Zwergkaninchen oder haben Angst um ihren Job. Warum also nicht anonym den Schmerz teilen? Also eine Art Selbsthilfegruppe für alle Lebenslagen online bringen? Google AdSense kann dann ein Revenue Stream sein (A.d.R.: Prozac lässt sich da bestimmt gut an den Mann bringen ;)).

Interessant könnte die nächste Idee für diejenigen sein, die keine Zeit oder kein Geld für ein Konzert im Hyde oder Central Park haben: Remote Konzerte. Der virtuelle Besucher loggt sich auf der Plattform ein und sieht sich aus der Backstage Perspektive die Konzerte seiner Lieblingsstars überall auf der Welt online an. Das Ganze soll über eine Art Pay per View funktionieren.

Bei ein paar Pitches wurde nicht so richtig klar wie jetzt eigentlich Geld verdient werden soll, aber das war nicht weiter schlimm, denn daran lässt sich bestimmt feilen – wir jedenfalls hatten richtig Spaß und können Frankfurts Start up-spirit nun bestätigen.

Eine Antwort zu “Rhein Main Startup Weekend in Frankfurt”

  1. Hallo, ich mag Ihren Schreibstil! Ich habe nächste Woche eine Darstellung und konnte Ihre Beiträge sehr gut gebrauchen.
    Danke für diesen großartigen Artikel.

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