Archiv für die Kategorie ‘Ad Words Mythen auf dem Prüfstand’

SEA fit for X-Mas:
5 ultimative Tipps fürs Weihnachtsgeschäft

Montag, 04. November 2013

Sind Ihre AdWords-Kampagnen fit für Weihnachten? Nein? Dann sollten Sie:

- Möglichst allgemeine Short Term Keywords wie “weihnachtsgeschenke” einbuchen (am besten als Broad).
- Die Gebote erhöhen, um das Weihnachtsgeschäft nicht zu verpassen.

Überspitzt formuliert sind das die Tipps, die man häufig im Internet liest. Auch Google hält sich mit ähnlichen Tipps nicht zurück:

bid more aggressively on products with good performance and high demand during the holiday season

AdWords-Neulinge, die sich an diese Empfehlungen halten, erleben dabei jedoch regelmäßig ein wahres Weihnachts-Fiasko.
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Warum bei den genannten Tipps niemand verdient außer Google

Mit dem Weihnachtskampagnen-Mythos möchte ich mich nicht lange aufhalten. Es sei darauf hingewiesen, dass eine hohe Conversion Rate (Bestellungen pro Klicks) und eine hohe Profitabilität stets dann gegeben sind, wenn

  1. der Suchbegriff möglichst spezifisch ist aber noch über viele Suchanfragen verfügt
  2. die Produkte auf der Landing Page möglichst eindeutig zur Suche passen und
  3. der Shop bezogen auf das gesuchte Produkt einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten aufweist.

Entsprechend gering bzw. negativ ist die Profitabilität im entgegengesetzten Fall – und das gilt auch an Weihnachten!!
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Interessanter ist der zweite Tipp: Gebote erhöhen. Man merkt deutlich, wie die Umsätze und die Gewinne in der Vorweihnachtszeit steigen. Also klingt der Tipp erst mal logisch: Wenn ich mehr verdiene, kann ich auch das Werbebudget anheben. Oder?

Abbildung 1

Ein typisches Fallbeispiel: Abbildung 1 zeigt, dass die steigenden Umsätze in erster Linie mit steigendem Suchvolumen einhergehen. Solange die Umsätze bei konstantem Earning per Click (EPC) steigen, bedeutet dies: wenn nötig das maximale Tagesbudget nach oben anpassen, aber Finger weg von den Geboten!
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73% der Deutschen kaufen ihr Weihnachtsgeschenk online

Samstag, 08. Dezember 2012

Das Weihnachtsgeschäft 2012 blüht – wie nie zuvor, wenn man sich auf den Online-Handel bezieht.

Trend-Weihnachtsgeschenke
Google Trends 2005-2012:
“weihnachtsgeschenke online” und “geschenkidee weihnachten”

Allgemein gesehen 9% Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr sagt die Gesellschaft für Konsumforschung voraus. Der Einzelhandelsverband HDE zeigt sich mit seiner Prognose eher vorsichtig: 1,5% Steigerung. Was das Herz des Online Händlers wirklich höher schlagen lässt, sind die Ergebnisse einer Umfrage der Creditreform Boniversum GmbH und des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V. Sage und schreibe 73% der Deutschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke 2012 übers Internet!

Als SEA-Spezialist musste ich hier gleich mal Google befragen, und die Ergebnisse übertreffen die der Marktforscher: bereits jetzt liegen die Suchanfragen nach “weihnachtsgeschenke online” bei Google um 28% höher als im Vorjahr.

Ebenfalls interessant erscheint mir ein anderer Trend: während fast jährlich mehr Deutsche nach “weihnachtsgeschenke online” googeln, haben die Suchanfragen nach “geschenkidee weihnachten” seit 2006 eher abgenommen. Das könnte darauf hindeuten, dass das Internet früher überwiegend zur Inspiration (Was kann ich dieses Jahr nur verschenken?) genutzt wurde, der tatsächliche Kauf aber eher noch im Ladengeschäft abgewickelt wurde.

SEA-Strategie für Weihnachten

Nicht so 2012! Und damit auch Sie ordentlich profitieren, hier noch ein goldener Tipp für Ihr SEA vor Weihnachten:
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Lässt sich der Qualitätsfaktor über hohe Gebote pushen?

Donnerstag, 09. Februar 2012

(von Thomas Veit und Johannes Tarnow)

Wie schon im ersten Post zu diesem Thema erwähnt, wollten wir untersuchen, ob sich der Qualitätsfaktor durch hohe initiale Gebote auf Keyword-Ebene pushen lässt. Nach einiger Zeit werden die Gebote auf die eigentlichen gesenkt. Ist der Qualitätsfaktor der so gepushten Keywords nun höher? Und bleibt dieser Effekt über längere Zeit bestehen?

Der Hintergrund ist, dass höhere Gebote zu einem höheren Ad Rank führen und damit zu einer höheren Position. Dadurch steigt die Clickrate, die eine wesentliche Grundlage des Qualitätsfaktors bildet. Eigentlich müsste der Effekt der Positionsverbesserung aus der Clickrate und damit dem Quality Score herausgerechnet werden. Aber ist das der wirklich Fall? Continue reading “Lässt sich der Qualitätsfaktor über hohe Gebote pushen?” »

Mehrfach-Accounts für bessere Qualitätsfaktoren und mehr Traffic?

Mittwoch, 25. Januar 2012

(von Thomas Veit und Johannes Tarnow)

Wir wollten testen, wie man den Qualitätsfaktor beeinflussen kann. Laut Google ist er vorrangig von der Clickrate abhängig. Weitere Einflussfaktoren sind eine gute Account-Historie (z.B. Clickrate auf AdGroup- oder Kampagnenebene) und eine enge Übereinstimmung zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage. Dann gibt es spekulative Einflussfaktoren, wie ein hohes initiales Gebot auf die Keywords in den ersten Tagen: so soll eine höhere Position erreicht werden, die natürlich eine bessere Clickrate aufweist. Die Frage ist, ob Google aus der höheren Clickrate die Position korrekt herausrechnet. Es gibt immer wieder Stimmen, die sagen, der Quality Score ließe sich über ein hohes Anfangsgebot pushen. Continue reading “Mehrfach-Accounts für bessere Qualitätsfaktoren und mehr Traffic?” »