Archiv für die Kategorie ‘Facebook’

Mobile Werbeanzeigen weiter auf dem Vormarsch

Mittwoch, 26. März 2014

Die Werbeausgaben für mobile Anzeigen steigen auch 2013 und bestätigen damit den Trend, der sich seit wenigen Jahren andeutet. Im vergangenen Jahr stiegen die globalen Werbeausgaben um 105% von 8,76 auf insgesamt 17,96 Milliarden Dollar. Bis 2018 sollen die Werbeausgaben auf 94,91 Milliarden Dollar steigen, wobei sich die prozentuale Entwicklung verringern und 2018 “nur” noch 22,2% betragen soll.

 

Mobile Internet Ad Spending Worldwide by eMarketer

 

Von diesem Anstieg profitieren vor allem die beiden Internet-Riesen Google und Facebook, die 2013 insgesamt 66,8% der 17,96 Milliarden Dollar auf sich aufteilen. Auch hier zeigt sich ein Trend, denn Google verliert pro Jahr weiter Anteile am mobilen Markt (2013: -3,3%), während Facebook v.a. durch seine 945 Millionen mobilen Nutzer deutlich zulegen kann (2013: +12,1%).

 

Net Mobile Internet Ad Revenue Share by eMarketer

 

Facebook scheint den Wechsel von Desktop auf Mobile dank einiger Neustrukturierungen und neuen Werbeformaten inzwischen gut hinbekommen zu haben. Google wird trotz fast 50% Anteil am mobilen Markt weiter versuchen, die mobile Suche sowie die Darstellung und Usability von mobilen Werbeanzeigen zu verbessern und weitere Verluste zu verhindern. Beide Firmen verzeichnen intern ein starkes Wachstum der mobilen Einnahmen. Facebook nahm dabei erstmals mehr über mobile Werbung als über stationäre Werbung ein (53% vs. 47%).

Facebook: Account beschlagnahmt (Update)

Freitag, 30. März 2012

Am 20. Februar hatten wir über einen Reutlinger Amtsrichter berichtet, der den Facebook-Account eines 20-Jährigen beschlagnahmen wollte. Laut Gericht soll dieser einem Freund über das Netzwerk den entscheidenden Tipp für einen Einbruch gegeben haben.

Damals waren wir uns einig:

Sollte Facebook einlenken und die Daten zugänglich machen bzw. dazu gezwungen werden, könnten zukünftig häufiger Facebook Accounts beschlagnahmt werden. Ein Schritt, der von vielen Juristen befürwortet werden würde.

Jetzt gibt es hierzu eine Entscheidung von Seiten Facebooks: Der Amtsrichter bekommt keinen Zugriff auf die Daten des 20-Jährigen!

Der Richter hatte sich zunächst an Facebook Deutschland in Hamburg gewendet, um Zugriff auf den Account zu bekommen. Als er dort auf die Kollegen in Dublin, Irland, verwiesen wurde, stellte er ein Rechtshilfeersuchen an die irischen Behörden. Da Facebook die Daten jedoch auf seinen US-Servern gespeichert hat, waren auch den irischen Behörden die Hände gebunden. Auf seine Anfrage beim Facebook Headquarter in Kalifornien, USA, bekam der Reutlinger Richter die Antwort, Facebook gebe die Daten unter Verweis auf US-Datenschutzbestimmungen nicht an die europäische Justiz heraus.

Facebook nimmt billigend in Kauf, durch dieses Verhalten einen Straftäter zu schützen. (Richter Hamann)

Der 20-Jährige kam trotzdem nicht um eine Strafe herum. Aufgrund anderer Indizien wurde er wegen Beihilfe zum Einbruch zu vier Tagen Jugendarrest sowie einer Geldstrafe verurteilt.

Der Reutlinger Richter schaffte es nicht, einen Präzidenzfall zu schaffen und den Weg für zukünftige Strafverfolgungen mithilfe des sozialen Netzwerks frei zu machen. Obwohl Facebook bereits in der Vergangenheit angekündigt hatte, Behörden bei der Strafverfolgung zu unterstützen, legt der Internet-Riese die Kontodaten und -inhalte ausschließlich auf Basis der Nutzungsbedingungen und nach geltendem Recht offen.

 

Neues von den Samwers, Google und zum Social ROI

Freitag, 23. März 2012

Die Bombe ist eingeschlagen: Wie techberlin rausgefunden hat, starten die Samwer-Brüder einen neuen Klon. Nur diesmal wird kein geringeres Portal geklont als Amazon. Der neue Klon aus dem Hause Samwers trägt den Namen Lazada (span. Schlinge) und sitzt in Singapur. Von hier aus soll Lazada den südostasiatischen und später den ostasiatischen und arabischen Markt angreifen – Märkte, in denen Amazon selbst kaum bis gar nicht aktiv ist. Der Plan: Amazon dazu zwingen selbst dort aktiv zu werden oder Lazada aufzukaufen.

 

 

Google baut unterdessen weiter sein Werbenetzwerk aus und hat nun das Einkaufen von Display Werbung vereinfacht sowie die Tools modernisiert und optimiert. Im Detail wurde ein eigener Tab für Display-Werbung in AdWords eingeführt, das Kontext Targeting optimiert sowie die visuelle Darstellung der Reichweite hinzugefügt. Ein kleines Video zu den Neuerungen gibt es auch:

 

 

Adobe hat eine Studie mit dem Titel “Why marketers aren’t giving social the credit it deserves” veröffentlicht. Kernaussage der wirklich interessanten Studie ist, wie der Titel schon sagt, die verweigerte Anerkennung des Nutzens von Social Media für den Umsatz eines Unternehmens. Dies liegt hauptsächlich daran, dass in der gängigen Praxis der letzte Klick eines Abverkaufs zählt und im Kaufprozess die Berührungspunkte zuvor bzw. der erste Klick kaum Beachtung erhalten. Dieser erste Klick kommt laut Adobe immer öfter von sozialen Netzwerken wie Facebook.

Die Studie kommt zu drei Hauptergebnissen:

1. Die Last-click Zuordnung, wie sie von den Meisten angewandt wird, vernachlässigt die Rolle von Social Media im Kaufprozess.
2. First-click Zuordnung erfasst den Einfluss von Social Media exakter, wodurch der Nutzen von SM um bis zu 94% steigt.
3. Dieser gesteigerte Nutzen sollte signifikant genug sein, um Marketer davon zu überzeugen ihre Budgets anders zu priorisieren und zu verteilen.

Das Ergebnis ist allerdings nichts wirklich neues. Schon seit geraumer Zeit schwirren in der eCommerce- und Online Marketing-Welt Begriffe wie “Attribution Modell” oder “Customer Journey” herum, die eben genau diesen Prozess beschreiben. Marketer müssen sich bewusst werden, dass der Kaufprozess im Internet über viele unterschiedliche Kanäle und Berührungspunkte führt und nicht nur dem letzten zugeordnet werden darf. Hierzu bedarf es einer ausgeklügelten Software, die Adobe mit seiner Marketing Suite natürlich selbst zur Verfügung stellt.

 

Recap: Online Marketing 2012 in Bonn

Freitag, 16. März 2012

Bericht vom Kongress Online Marketing 2012 in Bonn

(von Kristina Hild und Thomas Veit)

Mit diesem Beitrag gehen wir auf die drei Kongress-Beiträge ein, die uns am besten gefallen haben.

Der Kongress stand insbesondere unter dem Zeichen „Social“, also dem „So“ innerhalb der Wortneuschöpfung SoLoMo, was für Social-Local und Mobile steht.

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Facebook Mythos: CPM vs. CPC

Montag, 05. März 2012

Alle, die mit PPC und Facebook Advertising zu tun haben, kennen die beiden Gebots-Modelle CPC (Cost per Click) und CPM (Cost per Mille/Thousand Impressions). Noch vor zwei Jahren haben viele Facebook Werbetreibende das CPM-Modell bevorzugt, denn beide Modelle wurden von Facebook gleich behandelt. Das hieß, CPM-Anzeigen waren billiger und hatten mehr Reichweite, bekamen aber genau so viele Klicks wie CPC-basierte Anzeigen. Um die eigenen Werbeumsätze zu steigern hat Facebook dann vor zwei Jahren reagiert und das CPM-Modell und seinen Algorithmus angepasst. Fortan bekamen CPC-basierte Anzeigen eine höhere Priorität zugesprochen und CPM-basierte Anzeigen dadurch weniger Klicks. So sollte sichergestellt werden, dass mit dem jeweiligen Modell auch das entsprechende Ziel erreicht werden würde: Markenbekanntheit durch CPM-Anzeigen mit tausenden Impressionen, aber wenigen Klicks; Traffic durch CPC Anzeigen mit weniger Impressionen, aber besseren Durchklickraten.

Nach dieser Änderung spielte CPM kaum mehr eine Rolle. Ich persönlich hatte, auch aufgrund von Empfehlungen und zahlreicher Blog-Beiträge im World Wide Web, stets auf CPC gesetzt und CPM nie angetestet. Scheinbar setzen aber inzwischen wieder vermehrt Leute auf dieses Abrechnungsmodell, was man an den im vergangenen Jahr deutlich gestiegenen CPM Preisen sieht. Zusätzlich habe ich in den vergangenen Wochen immer wieder von Leuten gehört, die wieder auf CPM-Gebote umgestiegen sind und damit respektable Ergebnisse erzielt haben wollen.

Grund genug für mich einen kleinen A/B Test zu starten und zu sehen, ob die Änderung von 2010 wirklich so ausschlaggebend ist oder ob CPM-basierte Anzeigen inzwischen wieder akzeptable Klick-Ergebnisse liefern. Continue reading “Facebook Mythos: CPM vs. CPC” »

Facebook ändert sein Werbekonzept – aber wer profitiert davon?

Donnerstag, 01. März 2012

Gestern fand in New York die Facebook Marketing Conference (fMC) statt, die erste Konferenz von Facebook nur für Marketer. Schon Tage bzw. Wochen vor Beginn der Veranstaltung gab es unzählige Gerüchte darüber, was Facebook vorstellen und verändern würde.

Während der fMC kündigten die Verantwortlichen dann drei große Veränderungen an, auf die ich nur kurz eingehen möchte (wer näheres dazu lesen möchte, kann das hier, hier oder hier tun):

1. Schon einige Stunden vor Beginn der Konferenz wurde das neue Timeline Design, das es schon seit einigen Wochen für private Profile gibt, auch für die Unternehmensseiten ausgerollt. Wer möchte, kann sich das Design schon mal auf der crealytics Fanpage anschauen. Wichtigste Änderungen neben dem Timeline-Konzept: Es gibt jetzt ein großes, prominentes Titelbild; Bilder und Videos werden jetzt sehr viel größer dargestellt; Tabs werden unterhalb des Titelbildes platziert.

 

Quelle: Facebook

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Facebook: Account beschlagnahmt, VIP Verifizierung & die Timeline für Unternehmen

Montag, 20. Februar 2012

Es ist mal wieder Einiges los in der sozialen Welt von Facebook.

Die spannendste Nachricht kam dabei von Heise Online, die über einen Prozess in Reutlingen/Baden-Württemberg berichten, in dem erstmals ein Facebook Konto beschlagnahmt wurde. Ein 20-Jähriger soll einem Freund über das Netzwerk den entscheidenden Tipp für einen Einbruch gegeben haben. Da heutzutage häufig nicht mehr via E-Mails, sondern mittels Facebook Nachrichten oder Tweets kommuniziert wird, könnte dieser Fall nicht zu verachtende Auswirkungen auf die deutsche Strafverfolgung haben. Zwar wird Facebook schon heute zur Strafverfolgung genutzt, Zugriff haben die Ermittler aber nur auf öffentlichen Daten. Die Beschlagnahmung eines Accounts hätte zur Folge, dass auch private Nachrichten ausgelesen werden können. Allerdings tut sich die deutsche Justiz momentan noch schwer, im Ausland befindliche Provider, wie in diesem Fall Facebook, zur Herausgabe von Daten zu bringen.

Sollte Facebook einlenken und die Daten zugänglich machen bzw. dazu gezwungen werden, könnten zukünftig häufiger Facebook Accounts beschlagnahmt werden. Ein Schritt, der von vielen Juristen befürwortet werden würde.

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Das Facebook seine Nutzer auch versucht vor Missbrauch zu schützen, zeigt die jetzt eingeführte Möglichkeit für Prominente ihr Konto mittels einer gültigen ID zu verifizieren. So soll nicht nur verhindert werden, dass sich hinter den Namen von Celebrities Betrüger oder Hacker verstecken, sondern den Prominenten werden dadurch auch bessere Darstellungsmöglichkeiten des Profils versprochen. Hierzu heißt es:

When you varify your account with a valid ID, you’ll appear more frequently in the people to subscribe to list. You’ll also have the option to show an alternate name more prominently on Facebook. This makes it easier for subscribers to find and connect with you.

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Schon seit Tagen bzw. Wochen kursiert das Gerücht, Facebook würde auf der am 29. Februar in New York stattfindenden Facebook Marketing Conference die Timeline für Unternehmen ankündigen. Nun verdichten sich die Hinweise, dass die Timeline tatsächlich am 29. Februar präsentiert wird. Die Timeline ist bisher nur für private Profile freigeschalten worden. Die neue Darstellungsart der Profile sortiert und stellt Informationen der Nutzer entsprechend der hinterlegten Daten entlang einer Chronik/Zeitleiste (timeline) dar. Dieses System soll nun auch für Unternehmensprofile freigeschalten werden.

Es wird spannend sein zu sehen, was Facebook mit der Timeline für Unternehmen anstellen wird bzw. wie die Unternehmen darauf reagieren. Das Hauptaugenmerk wird dabei vor allem auf die Möglichkeit der Integration von Apps fallen, denn diese gehören für Unternehmen inzwischen zum Facebook Alltag. Ein Großteil der Interaktion wird durch diese Applikationen hervorgerufen und für viele Unternehmen sind sie ein wichtiger Faktor für Kundenbindung, Bekanntheit, Umsatzsteigerung und Webseiten-Traffic.

Der Dialog im Vordergrund – Facebook Trends 2012

Freitag, 10. Februar 2012

Viele Unternehmen preschten 2011 auf Social Media Plattformen und glaubten mit Facebook & Co. neue Umsatzmöglichkeiten aufzutun und ihre sozialen Aktivitäten zu monetisieren. Sie starteten einen Hype um f-Commerce, und Promotions und Gewinnspiele erlebten 2011 einen regelrechten Boom. Kaum ein Unternehmen, bei dem es auf der Fanpage kein iPad zu gewinnen gab oder mit Vergünstigungen oder Gutscheinen geworben wurde. Anscheinend trafen sie damit bei vielen Nutzern einen Nerv. Eine IBM Studie von 2011 führte in der Liste der Erwartungen von Nutzern an die Verknüpfung mit Marken das Erhalten von Sonderangeboten (61%) und das Kaufen von Produkten (55%). Das Mitteilen über und kommentieren von Unternehmen und Marken (49%) oder der Kunden-Support (37%) befanden sich eher im unteren Mittelfeld.

Hier scheint sich für 2012 eine Trendwende abzuzeichnen. Der f-Commerce sowie Social Shopping stecken noch in den Kinderschuhen, direkte Abverkäufe zu erzielen ist oftmals nur unter Einsatz erheblicher Ressourcen möglich und steht noch in keinem Verhältnis zu etablierten Kanälen wie SEM oder Newsletter-Marketing. Viele Unternehmen versuchen nicht mehr die Plattform auf die eigenen Wünsche anzupassen, sondern passen sich vielmehr dem Netzwerk an: Soziale Netzwerke waren zur Vernetzung von Menschen untereinander und zur Kommunikation miteinander ausgelegt, und hierauf scheinen sich viele Unternehmen jetzt wieder zu besinnen.

Eine Befragung von StrongMail zu den Marketing Trends 2012 zeigt deutlich, in welche Richtung es für Unternehmen gehen wird:

 

© StrongMail

 

Der Fokus wird 2012 auf dem Aufbau von Markenbekanntheit (64%) und Kundenloyalität (48%) liegen, während Umsatz generieren (14%) kaum eine Rolle spielt. Aber nicht nur bei den Unternehmen hat sich der Fokus verändert, auch bei den Usern zeigt sich ein verändertes Nutzerverhalten für 2012. Obwohl exklusive Angebote oder Rabattaktionen mit 67% noch immer auf Position 1 der Erwartungen an eine Marke stehen, haben der Austausch mit anderen Kunden und der Kunden-Support stark zugelegt und belegen mit 60% bzw. 50% obere Plätze.

 

 

Sowohl Unternehmen als auch Fans werden mehr Wert auf Interaktion und Dialog legen. Hierin liegt auch eine große Chance für Unternehmen: Durch interessante Inhalte, interaktive und begeisternde Apps und den Dialog mit Fans, können aus eben diesen Kunden und Empfehler gemacht werden. Bereits 2010 hatte eine Studie von Syncapse festgestellt, dass Fans im Vergleich zu Nicht-Fans im Schnitt 54€ pro Jahr mehr für Produkte einer Marke ausgeben, die Loyalität um 28% höher ist und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt weiterempfohlen wird um 41% steigt. Zusätzlich zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie von eVoc Insights, dass ca. 54 % der Befragten eher dazu bereit sind ein Produkt zu kaufen, wenn sie sich mit dem Unternehmen auf Facebook verbunden haben.

Zudem hat das Teilen, Liken und Kommentieren von Inhalten erhebliche Auswirkungen auf das Google Ranking, wie eine Untersuchung von Searchmetrics ergeben hat:

 

Ein konsistentes und gutes Community Management sowie die Integration der neuen Open Graph Funktionen wirken sich somit auf viele verschiedene Arten und Weisen positiv für ein Unternehmen aus. Langfristig wird sich dies auch in den Umsatzzahlen widerspiegeln.

 

Zahlen, Daten, Fakten zu Facebook, Zalando und Google

Donnerstag, 02. Februar 2012

Der heutige Online Marketing Tag steht, wie es scheint, ganz im Zeichen von Zahlen, Daten und Fakten.

FACEBOOK hat heute sein lang erwartetes Börsenprospekt veröffentlicht. Damit ist der erste Schritt hin zu einem der größten Börsengänge der Geschichte eingeläutet. Mit Veröffentlichung des Prospekts wirbt Facebook um Investoren für seine Wertpapiere. Dabei werden überaus interessante Zahlen zur Finanzkraft Facebooks preisgegeben.

Die soziale Plattform erwirtschafftete im vergangenen Jahr 3,71 Milliarden US-Dollar Umsatz, von denen knapp 1 Milliarde als Reingewinn übrig bleibt. 2010 waren es noch 606 Millionen Dollar und 2009 229 Millionen Dollar Gewinn. Den größten Anteil am Umsatz trägt die Werbeplattform bei. Von den 3,71 MIlliarden US-Dollar Umsatz machen die Facebook Ads 3,154 Milliarden aus, was einen Anstieg um 69% zum Vorjahr bedeutet. Die restlichen 557 Millionen gehen auf Facebook Credits Einnahmen zurück.

Weitere Zahlen und Fakten aus dem Papier (Quelle: allfacebook.de)

  • 845 Millionen Nutzer besuchen Facebook mindestens einmal im Monat
  • 483 Millionen haben die Seite im Dezember täglich besucht
  • 80% sind von außerhalb der USA und Canada
  • 425 Millionen Nutzer haben Facebook im Dezember von einem mobilen Endgerät genutzt
  • Facebook beschäftigt inzwischen über 3000 Mitarbeiter

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Rocket Internet, einer der größten deutschen Investoren, hat erstmals Umsatzzahlen vom Online-Schuhhändler ZALANDO veröffentlicht. Glaubt man einer Stellenausschreibung verkauft Zalando in Europa am Tag mehr als 30.000 Paar Schuhe und nimmt dabei im Monat 100 Millionen Euro ein.

Die Stellenausschreibung gibt auch weitere Informationen preis: So soll in Zukunft der südostasiatische Markt erobert werden. Bisher wurde das Modell Zalando außerhalb Europas in Russland, Japan, Brasilien und Australien eingeführt.

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GOOGLE muss eine Strafe von $680.000 fürchten: Der französische Kartendienst Bottin Cartographes hat Google Maps Frankreich und der Google Inc. unfairen Wettbewerb vorgeworfen. Dadurch, dass Google Unternehmen den Service Google Maps kostenlos anbietet, würden andere, kostenpflichtige Services, wie Bottin Cartographes nicht wettbewerbsfähig sein können. In Frankreich hat Google schon lange einen schweren Stand.

Facebook Mythos geprüft: Günstigere Klickpreise für plattforminterne Facebook Anzeigen?

Mittwoch, 01. Februar 2012

Schon lange gibt es den Mythos, Facebook würde Werbeanzeigen, die auf Inhalte innerhalb der Plattform führen, mit günstigeren Klickpreisen subventionieren. Im Juli 2011 hatte allfacebook.de berichtet, dass laut einer TBG Digital Studie der durchschnittliche CPC für Fanpage-Anzeigen 29% günstiger ist als der Klickpreis für Anzeigen mit einer externen Landingpage.

Damals hieß es von Seiten Facebooks dazu:

We don’t discount the price of advertising if the landing page directs to something on Facebook, but we do take various signals into account that help us determine the quality and pricing of ads.

Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte die Agentur TBG digital ihren aktuellen Q4/2011 Bericht zu Facebook Advertising und bekräftigt darin ihre Aussage, Facebook würde interne Anzeigen mit günstigeren Preisen unterstützen. Laut der Agentur stieg das Preisgefälle zwischen den beiden Anzeigenarten in Q4 auf 45%.

Auf eigenes Nachfragen bei Facebook bekam ich zu dem Thema folgende Antwort:

The bid auction takes past/similar ad performance into account, and since ads with social context tend to perform better than ads driving offsite, this may contribute to different auction results for the two ad varieties.

Laut Facebook werden hier also keine Anreize geschaffen, sondern lediglich die Performance mit einbezogen, welche bei Anzeigen für Fanpages oder Gesponserten Meldungen besser sein soll.

Ich wollte das an einem eigenen Projekt einmal nachvollziehen und sehen, welche Seite am Ende Recht behält. Als Grundlage dient ein Projekt, in dem seit September 2011 Anzeigen für eine Fanpage sowie Gesponserte Meldungen laufen. Zudem liefen im September, Oktober, Dezember 2011 und Januar 2012 Kampagnen für externe Landingpages des gleichen Kunden. Alle Anzeigen zielen auf eine auf demographische Faktoren und Interessen optimierte Zielgruppe ab.

Über den gesamten Zeitraum von vier Monaten ergaben sich folgende Zahlen:

 

Imp Klicks CTR CPC
Internal 36.152.509 32.119 0,089% 0,25
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 1

Auf den ersten Blick scheint sich die Aussage von TBG digital zu bewahrheiten: Obwohl die internen Anzeigen eine um 0,003% schlechtere Durchklickrate aufweisen, ist der CPC zwei Cent (7%) günstiger.

Unterteilt man die internen Anzeigen in Page Ads und Sponsored Ads, sehen die Zahlen etwas anders aus:

 

 Tab 2 Imp Klicks CTR CPC
Sponsored 6.007.767 7.750 0,129% 0,20
Page 30.144.742 24.369 0,081% 0,28
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 2

Alleinstehend weisen die Page Ads sogar einen höheren CPC auf. Jedoch unterscheidet sich dieser nur um 1 Cent, während die CTR um 0,011% schlechter ist. Man kann vermuten, dass eine externe Anzeige mit einer Durchklickrate von 0,081% einen CPC um die 0,30€ hätte, und somit wieder teurer wäre als das interne Pendant. Dennoch lassen die guten Klickraten – und dadurch niedrigen CPCs – der gesponserten Meldungen die kumulierten Zahlen für interne Anzeigen etwas besser aussehen, als sie eigentlich wären.

Die Zahlen aus Tabelle 1  und 2 zeigen, dass interne Anzeigen durchaus günstigere CPCs haben können. Bricht man die Zahlen jedoch auf Monats, Tages oder gar Anzeigenebene runter, gibt es genug Beispiele, in denen externe Anzeigen bei gleicher Klickrate günstigere oder zumindest gleiche CPCs aufweisen, z.B.:

 

 Tab 3 Month Imp Klicks CTR CPC
External Okt 3.896.559 4.641 0,119% 0,18
Sponsored Okt 1.782.249 2.158 0,121% 0,18
Page Okt 6.637.123 5.625 0,085% 0,29

Tabelle 3

Man kann jetzt behaupten, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, ich bisher einfach noch nicht das Glück hatte, einen solch großen Unterschied zu bemerken oder vergleichsweise (TBG digital hat 74,5 Milliarden Ad Impressions ausgewertet) zu wenige Daten zugrunde liegen; allerdings kann ich persönlich nicht nachweisen und auch nicht ganz glauben, dass sich der CPC von internen und externen Anzeigen bei gleicher Durchklickrate wirklich um bis zu 45% unterscheiden kann.

Sicherlich ist es im Sinne Facebooks die User möglichst lange auf der Plattform zu halten, um noch mehr Anzeigen ausspielen zu können. Es gibt jedoch genug Firmen, die keine eigene Fanpage oder Applikation haben oder mehr Wert darauf legen, einen externen Inhalt zu bewerben. Diese Marketer würde Facebook auf lange Sicht hin verlieren, da höhere Klickpreise keinen Anreiz schaffen, Geld in externe Anzeigen zu investieren.

Trotz der Ergebnisse aus Tabelle 1 und 2 tendiere ich daher dazu, dass interne Anzeigen aufgrund der Gesponserten Meldungen und der Historie einer Anzeige oder ähnlicher Anzeigen günstigere CPCs hervorbringen und nicht per se günstiger sind.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Facebook Ads und unterschiedlichen CPCs gemacht, und wessen Meinung teilt ihr? Wir sind gespannt!