Große Teile der USA versinken im Schneechaos, in Europa legt die klirrende Kälte die Schweizer Bahn und sogar ein Kraftwerk in Salzburg lahm. Auch im Süden ist es kalt: in Rom, das an 10cm Neuschnee nicht gewöhnt ist, herrscht Ausnahmezustand im Straßenverkehr und sogar in Algier liegt genug Schnee, um den Kindern Freude beim Schneemann-Bauen zu bereiten. Welt Online hat das bitterkalte Tagesgeschehen festgehalten.
Auch das Online Business scheint vor lauter Kälte erstarrt zu sein, außer einem kurzzeitigen Verkaufsstopp für Apple gibt es wenig Neues. Mein Tipp des Tages: das beste aus der Kälte machen wie die Surfer aus Chicago – die freuen sich jeden Winter über ein paar Wellen auf den Great Lakes und lassen sich auch von 10° Minus nicht abschrecken.
Der heutige Online Marketing Tag steht, wie es scheint, ganz im Zeichen von Zahlen, Daten und Fakten.
FACEBOOK hat heute sein lang erwartetes Börsenprospekt veröffentlicht. Damit ist der erste Schritt hin zu einem der größten Börsengänge der Geschichte eingeläutet. Mit Veröffentlichung des Prospekts wirbt Facebook um Investoren für seine Wertpapiere. Dabei werden überaus interessante Zahlen zur Finanzkraft Facebooks preisgegeben.
Die soziale Plattform erwirtschafftete im vergangenen Jahr 3,71 Milliarden US-Dollar Umsatz, von denen knapp 1 Milliarde als Reingewinn übrig bleibt. 2010 waren es noch 606 Millionen Dollar und 2009 229 Millionen Dollar Gewinn. Den größten Anteil am Umsatz trägt die Werbeplattform bei. Von den 3,71 MIlliarden US-Dollar Umsatz machen die Facebook Ads 3,154 Milliarden aus, was einen Anstieg um 69% zum Vorjahr bedeutet. Die restlichen 557 Millionen gehen auf Facebook Credits Einnahmen zurück.
845 Millionen Nutzer besuchen Facebook mindestens einmal im Monat
483 Millionen haben die Seite im Dezember täglich besucht
80% sind von außerhalb der USA und Canada
425 Millionen Nutzer haben Facebook im Dezember von einem mobilen Endgerät genutzt
Facebook beschäftigt inzwischen über 3000 Mitarbeiter
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Rocket Internet, einer der größten deutschen Investoren, hat erstmals Umsatzzahlen vom Online-Schuhhändler ZALANDOveröffentlicht. Glaubt man einer Stellenausschreibung verkauft Zalando in Europa am Tag mehr als 30.000 Paar Schuhe und nimmt dabei im Monat 100 Millionen Euro ein.
Die Stellenausschreibung gibt auch weitere Informationen preis: So soll in Zukunft der südostasiatische Markt erobert werden. Bisher wurde das Modell Zalando außerhalb Europas in Russland, Japan, Brasilien und Australien eingeführt.
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GOOGLE muss eine Strafe von $680.000 fürchten: Der französische Kartendienst Bottin Cartographes hat Google Maps Frankreich und der Google Inc. unfairen Wettbewerb vorgeworfen. Dadurch, dass Google Unternehmen den Service Google Maps kostenlos anbietet, würden andere, kostenpflichtige Services, wie Bottin Cartographes nicht wettbewerbsfähig sein können. In Frankreich hat Google schon lange einen schweren Stand.
Vor kurzem wurde das Limit automatischer Regeln von 10 auf 100 erhöht. Gleichzeitig kann man die Regeln einfacher zurücksetzen, wenn sie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Mehr dazu hier.
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Außerdem änderte Google den Page Layout Algorithm zu Gunsten von mehr Content ab. Seiten, bei denen man erst zum gesuchten Inhalt gelangt, indem man Werbung im oberen Teil wegscrollen muss, werden abgestraft:
Rather than scrolling down the page past a slew of ads, users want to see content right away. So sites that don’t have much content “above-the-fold” can be affected by this change.
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Im letzten Quartal erwirtschaftete Google erneut einen Rekordumsatz mit einer Steigerung von 34% im Vergleich zu Q4/10!
Neben den üblichen Kennzahlen finde ich es persönlich sehr interessant, dass in Q4 der durchschnittliche CPC gesunken ist. Search Engine Land berichtet von -8%, Rimm Kaufmann bemerkte einen Rückgang um 5,2%.
Konntet ihr bei euren Kampagnen eine ähnliche Entwicklung bemerken?
Bei einigen unserer Kampagnen trifft das schon zu, wobei man das natürlich nicht eins zu eins Google zuschreiben kann.
Google Sesame heißt ein neuer, bisher inoffiziller und im Betatest verharrender Dienst von Google, mit dem weiter die Datensicherheit für Nutzer vorangetrieben werden soll.
Google Sesame ist für all diejenigen gedacht, die sich von fremden Rechnern aus in ihr Google-Konto (Mails, Kalender) einloggen wollen. Oftmals ist man sich aber nicht sicher, ob der entsprechende Rechner vertrauenswürdig oder frei von Viren und anderer Schadsoftware ist. So könnten durch etwaige Programme sensible Login-Daten ausgelesen werden. Dem versucht Google Sesame entgegenzuwirken: Der Dienst ermöglicht es, über sein Smartphone oder Tablet die Google Sesame Seite aufzurufen und den abgebildeten QR-Code einzuscannen. Hat man dies getan, wird man zur Login-Seite von Google weitergeleitet, auf der man sich mit seinen normalen Daten anmelden kann. Durch diesen Vorgang loggt sich auch der Fremdrechner automatisch im Google-Konto ein, ohne dort direkt einen Benutzernamen oder ein Passwort eingeben zu müssen.
Ob und wann dieses Tool kommt, weiß man nicht. Ruft man die Sesame Seite auf, bekommt man folgenden Hinweis von Dirk Balfanz aus dem Google Security Team angezeigt:
Hi there – thanks for your interest in our phone-based login experiment.
While we have concluded this particular experiment, we constantly experiment with new and more secure authentication mechanisms.
Stay tuned for something even better!
Sesam öffne dich hieß es gestern auch bei Zappos, dem Online-Bekleidungsshop und 100%iger Tochter von Amazon. Dort konnten sich Hacker Zugriff zur Kundendatenbank erschleichen und 24 Millionen Kundendaten entwenden. Diese beinhalteten Namen, E-Mail-Adressen, Rechnungs- und Lieferadressen, Telefonnummern, die letzten vier Ziffern der gespeicherten Kreditkartennummern sowie die verschlüsselten Passwörter der Kunden-Konten. Zappos versicherte aber, dass keine vollständigen Kreditkartennummern oder andere Zahlungsinformationen entwendet wurden. Das Unternehmen setzte inzwischen alle Kundenpasswörter zurück und bittet nun die Kunden neue Passwörter anzulegen.
Heute geht der neue Onlineshop Mediamarkt.de online. 5 Jahre zuvor hatte die Media Saturn Holding den Onlineshop Mediaonline.de aufgrund von internen Differenzen geschlossen. Die stationären Shops empfanden den Onlineshop als internen Wettbewerbsgegner.
Google+ wird vom US-Kartellamt überprüft
Computerwoche.de schreibt, dass nun gegen Google+ ermittelt wird. Google wird vorgeworfen, die eigenen Dienste bei den Suchergebnissen zu bevorzugen und somit gegen die Wettbewerbsrichtlinien zu verstoßen. Kurz zuvor hatte Google eine stärker personifizierte Suche ins Leben gerufen bei der das Online-Netzwerk Google+ stärker als bisher im Vordergrund erscheint.
Die neue Funktion “Search,plus your World“ durchsucht, entsprechend der Suchanfrage, das Google+ Netzwerk nach interessanten Bildern, Posts oder Profilen.
Wenn man zum Beispiel nach “music” sucht erscheint folgendes Suchergebnis:
Wie man rechts oben im Bild sieht gibt es zwei Buttons eine Weltkugel und ein Männchen. Beim Klicken auf das Männchen ( wie hier ) erscheinen die personifizierten Suchergebnisse. Wenn man auf die Weltkugel klickt, dann erscheinen die ganz normalen Web-Ergebnisse.
Welt.de berichtet, dass nach einer missglückten Werbekampagne Google den Browser Chrome für 2 Monate im Suchindex herabstuft. Dass heißt Chrome wird in der Google-Suche wesentlich weiter unten, womöglich erst auf der nächsten Seite geschaltet werden. Grund hierfür,ein Dienstleister hatte bezahlte Blogeinträge mit Werbung für Chrome ins Netz gestellt.
Der Google-Manager Matt Cutts sagt, dass lediglich Videoanzeigen geschaltet werden sollten, dabei aber die bezahlten Blogeinträge herauskamen.
Die Netzwelt scheint noch immer den Silvester-Rausch auszuschlafen, weshalb wir an dieser Stelle kurz ein paar Zahlen und Fakten zu Google Search und Facebook im deutschen Markt vorstellen möchten.
Google Suche:
Bei den Top 10 Suchbegriffen 2011 in Deutschland hat sich Minecraft (ein Open World Online Spiel) an die Spitze geschoben, vor EHEC (2.) oder dem iPhone 5 (3.). Unter den Top 10 befinden sich zudem Fukushima (6.), das iPad 2 (9.) und DSDS-Kandidatin Sarah Engels (10.).
Bei den News gibt es weniger Überraschungen. Japan belegt den 1. Platz, gefolgt von Apple (2.), EHEC (3.) und DSDS (4.). Facebook belegt den 6. Platz, dahinter folgen z.B. Gaddafi (7.) oder Strauss-Kahn (10.).
Weitere wirkliche interessante Top 10 Listen zu Stars, Promis, Bildern, etc. aus Deutschland gibt es hier. Dort kann man sich auch noch das Suchverhalten global oder in anderen Ländern anschauen.
Google hat das Jahr 2011 auch in einem wirklich gelungenen Video zusammengefasst. Absolut sehenswert!
Facebook:
Das soziale Netzwerk hat seine Nutzerzahlen 2011 in Deutschland um 50% steigern können, von 13,9 auf 22,1 Millionen aktive User. Auffällig ist vor allem der verhältnismäßig starke Anstieg bei “älteren” Menschen (45+). Facebook kommt also auch in dieser Altersschicht immer besser an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Deutschland in Europa noch mit das größte Potenzial für künftiges Wachstum.
Weltweit hat sich Deutschland damit an Position 10 geschoben. Spitzenreiter ist die U.S.A. mit 157,4 Millionen Nutzern, gefolgt von Ländern wie Indonesien (41,7 Mio.), Indien (41,4 Mio.) oder Brasilien (35,1 Mio.). Als erstes europäische Land taucht auf Platz 7 das Vereinigte Königreich mit knapp 30,4 Millionen aktiven Usern auf.
Regional sind Berlin (1,32 Mio.), München (0,85 Mio.) und Hamburg (0,72 Mio.) die Städte mit den meisten Facebook-Nutzern.
Eine witzige Idee von Google: Suchanfragen mit Cartoons verbinden!
User laden Cartoons hoch, und andere User erraten dann die Suchanfrage.
Laut einem Eintrag auf dem Mozzila Blog bleibt Google weiterhin die Standard-Suchmaschine bei Firefox.
We’re pleased to announce that we have negotiated a significant and mutually beneficial revenue agreement with Google. This new agreement extends our long term search relationship with Google for at least three additional years.
Suchanfragen zu Facebook belegen in den USA 4 der Top 10 Suchbegriffe, wie eine Statistik von Hitwise zeigt. Zugleich ist Facebook damit zum 3. Jahr in Folge auf Platz 1.
Tausende von Spezialisten für Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) verdienen sich ihr tägliches Brot damit, die Seiten ihrer Kunden über Backlinks und andere Kniffe möglichst attraktiv für Google zu machen. Doch natürlich funktioniert das auch in die andere Richtung:
Am 6.12. hat ein dreister Erpresser den Online-Shop Holzspielzeug-Discount.de angerufen und 5.000 € verlangt. Ansonsten würde er mittels Spamlinks das Google-Ranking gezielt herabsetzen. Nach einer Auswertung von SEO-Radio wurden tatsächlich in letzter Zeit weltweit zahlreiche Forenlinks mit Linktexten wie Viagra, Sex, Porn etc. erstellt und die Seite entsprechend nach unten gerankt.
Wie wird der Fall wohl weitergehen? Wird es die Kriminalpolizei Erlangen, die mit dem Fall betraut ist, schaffen, den Erpresser ausfindig zu machen? Oder wird Google einschreiten und die Erpresser-Links von der Bewertung ausschließen bzw. das Ranking manuell hochsetzen? Es bleibt spannend…