Archiv für die Kategorie ‘Rückspiegel’

Das war crealytics in 2013

Donnerstag, 09. Januar 2014

rueckblick

Weihnachten ist vorbei, alle sind mit runden Bäuchen und hoffentlich gut ins neue Jahr gerutscht und 2014 ist schon in vollem Gange. Zeit für uns das vergangene Jahr aus Unternehmenssicht kurz Revue passieren zu lassen. Continue reading “Das war crealytics in 2013” »

Das war 2012!

Freitag, 04. Januar 2013

2012 war ein ereignisreiches Jahr — auch für crealytics.

Im Februar eröffneten wir unser Büro in Berlin, um unser Entwicklerteam schneller auszubauen und fortan näher am Zentrum der deutschen Startup-Szene zu sein.

Im April feierten wir dann gleich eine doppelte Premiere: Wir nahmen zum ersten Mal am Legacy Code Retreat statt und kamen dafür zum ersten Mal im Berliner Office zusammen. Im Dezember folgte eine weitere Beteiligung als Host am Global Day of Coderetreat. Ebenfalls im April erhielten wir die Auszeichnung Top- sowie Open Company des Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.de.

Im Mai begrüßten wir mit ASMC einen neuen namhaften Service-Kunden, der weltweit Outdoor-, Camping- und Militärausrüstung vertreibt. Im Laufe des Jahres folgten viele weitere Neukunden.

Der Juni began mit einer weiteren Premiere: Zum ersten Mal sponsorte crealytics ein Event und war mit einem eigenen “Stand” vor Ort vertreten. Das Sponsoring der Buzzwords war allerdings anders: statt eines normalen Info-Stands waren wir mit einem eigenen kleinen Spielplatz inkl. Kicker, Tischtennis, Hackysack und Chill Area vertreten. Die Ressonanz war sehr positiv, das Wetter eher weniger.

Nach der Sommerpause ging es Schlag auf Schlag weiter. Im September stellten wir auf der dmexco offiziell unsere Software camato vor. Vier lange Entwicklungsjahre dauerte es, bis wir Version 1.0 auf den Markt loslassen konnten; und es konnte keine bessere Bühne dafür geben als die dmexco, Deutschlands größte und wichtigste Messe der digitalen Witschaft. Der enorme Ansturm auf unseren Messestand und dutzende Demovorführungen gaben uns Recht – camato traf einen Nerv in der SEM-Szene. Die Software wird weiter verbessert und neue Features kamen bzw. kommen hinzu.

Im Oktober wurde unser Berliner Büro nach nur acht Monaten für die vielen neuen Kollegen zu klein und ein größeres musste her. Glücklicherweise wurden die Büroräume direkt nebenan frei und der Umzug wurde dadurch erheblich erträglicher. Die neuen, großzügigen Räume bieten den Kollegen wieder ein angenehmes und produktives Arbeitsumfeld, Kicker inklusive. Dies konnte von den Passauer Kollegen noch im gleichen Monat überprüft werden: beim ersten Berlin+Passau Quartalsausflug.

Kurz vor Jahresende traf es dann auch noch die Passauer: im Dezember konnte ein weiteres Büro in der Brunngasse bezogen werden und damit die seit langem herrschende Platznot beseitigt werden. Inzwischen ist auch hier wieder Ruhe und Routine eingekehrt. Es lässt sich jetzt definitiv angenehmer arbeiten!

Was 2012 in der Welt sonst noch passiert ist zeigt Googles Zeitgeist 2012:
 

 

Facebook Mythos: CPM vs. CPC

Montag, 05. März 2012

Alle, die mit PPC und Facebook Advertising zu tun haben, kennen die beiden Gebots-Modelle CPC (Cost per Click) und CPM (Cost per Mille/Thousand Impressions). Noch vor zwei Jahren haben viele Facebook Werbetreibende das CPM-Modell bevorzugt, denn beide Modelle wurden von Facebook gleich behandelt. Das hieß, CPM-Anzeigen waren billiger und hatten mehr Reichweite, bekamen aber genau so viele Klicks wie CPC-basierte Anzeigen. Um die eigenen Werbeumsätze zu steigern hat Facebook dann vor zwei Jahren reagiert und das CPM-Modell und seinen Algorithmus angepasst. Fortan bekamen CPC-basierte Anzeigen eine höhere Priorität zugesprochen und CPM-basierte Anzeigen dadurch weniger Klicks. So sollte sichergestellt werden, dass mit dem jeweiligen Modell auch das entsprechende Ziel erreicht werden würde: Markenbekanntheit durch CPM-Anzeigen mit tausenden Impressionen, aber wenigen Klicks; Traffic durch CPC Anzeigen mit weniger Impressionen, aber besseren Durchklickraten.

Nach dieser Änderung spielte CPM kaum mehr eine Rolle. Ich persönlich hatte, auch aufgrund von Empfehlungen und zahlreicher Blog-Beiträge im World Wide Web, stets auf CPC gesetzt und CPM nie angetestet. Scheinbar setzen aber inzwischen wieder vermehrt Leute auf dieses Abrechnungsmodell, was man an den im vergangenen Jahr deutlich gestiegenen CPM Preisen sieht. Zusätzlich habe ich in den vergangenen Wochen immer wieder von Leuten gehört, die wieder auf CPM-Gebote umgestiegen sind und damit respektable Ergebnisse erzielt haben wollen.

Grund genug für mich einen kleinen A/B Test zu starten und zu sehen, ob die Änderung von 2010 wirklich so ausschlaggebend ist oder ob CPM-basierte Anzeigen inzwischen wieder akzeptable Klick-Ergebnisse liefern. Continue reading “Facebook Mythos: CPM vs. CPC” »

Facebook ändert sein Werbekonzept – aber wer profitiert davon?

Donnerstag, 01. März 2012

Gestern fand in New York die Facebook Marketing Conference (fMC) statt, die erste Konferenz von Facebook nur für Marketer. Schon Tage bzw. Wochen vor Beginn der Veranstaltung gab es unzählige Gerüchte darüber, was Facebook vorstellen und verändern würde.

Während der fMC kündigten die Verantwortlichen dann drei große Veränderungen an, auf die ich nur kurz eingehen möchte (wer näheres dazu lesen möchte, kann das hier, hier oder hier tun):

1. Schon einige Stunden vor Beginn der Konferenz wurde das neue Timeline Design, das es schon seit einigen Wochen für private Profile gibt, auch für die Unternehmensseiten ausgerollt. Wer möchte, kann sich das Design schon mal auf der crealytics Fanpage anschauen. Wichtigste Änderungen neben dem Timeline-Konzept: Es gibt jetzt ein großes, prominentes Titelbild; Bilder und Videos werden jetzt sehr viel größer dargestellt; Tabs werden unterhalb des Titelbildes platziert.

 

Quelle: Facebook

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Der Dialog im Vordergrund – Facebook Trends 2012

Freitag, 10. Februar 2012

Viele Unternehmen preschten 2011 auf Social Media Plattformen und glaubten mit Facebook & Co. neue Umsatzmöglichkeiten aufzutun und ihre sozialen Aktivitäten zu monetisieren. Sie starteten einen Hype um f-Commerce, und Promotions und Gewinnspiele erlebten 2011 einen regelrechten Boom. Kaum ein Unternehmen, bei dem es auf der Fanpage kein iPad zu gewinnen gab oder mit Vergünstigungen oder Gutscheinen geworben wurde. Anscheinend trafen sie damit bei vielen Nutzern einen Nerv. Eine IBM Studie von 2011 führte in der Liste der Erwartungen von Nutzern an die Verknüpfung mit Marken das Erhalten von Sonderangeboten (61%) und das Kaufen von Produkten (55%). Das Mitteilen über und kommentieren von Unternehmen und Marken (49%) oder der Kunden-Support (37%) befanden sich eher im unteren Mittelfeld.

Hier scheint sich für 2012 eine Trendwende abzuzeichnen. Der f-Commerce sowie Social Shopping stecken noch in den Kinderschuhen, direkte Abverkäufe zu erzielen ist oftmals nur unter Einsatz erheblicher Ressourcen möglich und steht noch in keinem Verhältnis zu etablierten Kanälen wie SEM oder Newsletter-Marketing. Viele Unternehmen versuchen nicht mehr die Plattform auf die eigenen Wünsche anzupassen, sondern passen sich vielmehr dem Netzwerk an: Soziale Netzwerke waren zur Vernetzung von Menschen untereinander und zur Kommunikation miteinander ausgelegt, und hierauf scheinen sich viele Unternehmen jetzt wieder zu besinnen.

Eine Befragung von StrongMail zu den Marketing Trends 2012 zeigt deutlich, in welche Richtung es für Unternehmen gehen wird:

 

© StrongMail

 

Der Fokus wird 2012 auf dem Aufbau von Markenbekanntheit (64%) und Kundenloyalität (48%) liegen, während Umsatz generieren (14%) kaum eine Rolle spielt. Aber nicht nur bei den Unternehmen hat sich der Fokus verändert, auch bei den Usern zeigt sich ein verändertes Nutzerverhalten für 2012. Obwohl exklusive Angebote oder Rabattaktionen mit 67% noch immer auf Position 1 der Erwartungen an eine Marke stehen, haben der Austausch mit anderen Kunden und der Kunden-Support stark zugelegt und belegen mit 60% bzw. 50% obere Plätze.

 

 

Sowohl Unternehmen als auch Fans werden mehr Wert auf Interaktion und Dialog legen. Hierin liegt auch eine große Chance für Unternehmen: Durch interessante Inhalte, interaktive und begeisternde Apps und den Dialog mit Fans, können aus eben diesen Kunden und Empfehler gemacht werden. Bereits 2010 hatte eine Studie von Syncapse festgestellt, dass Fans im Vergleich zu Nicht-Fans im Schnitt 54€ pro Jahr mehr für Produkte einer Marke ausgeben, die Loyalität um 28% höher ist und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt weiterempfohlen wird um 41% steigt. Zusätzlich zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie von eVoc Insights, dass ca. 54 % der Befragten eher dazu bereit sind ein Produkt zu kaufen, wenn sie sich mit dem Unternehmen auf Facebook verbunden haben.

Zudem hat das Teilen, Liken und Kommentieren von Inhalten erhebliche Auswirkungen auf das Google Ranking, wie eine Untersuchung von Searchmetrics ergeben hat:

 

Ein konsistentes und gutes Community Management sowie die Integration der neuen Open Graph Funktionen wirken sich somit auf viele verschiedene Arten und Weisen positiv für ein Unternehmen aus. Langfristig wird sich dies auch in den Umsatzzahlen widerspiegeln.

 

Facebook Mythos geprüft: Günstigere Klickpreise für plattforminterne Facebook Anzeigen?

Mittwoch, 01. Februar 2012

Schon lange gibt es den Mythos, Facebook würde Werbeanzeigen, die auf Inhalte innerhalb der Plattform führen, mit günstigeren Klickpreisen subventionieren. Im Juli 2011 hatte allfacebook.de berichtet, dass laut einer TBG Digital Studie der durchschnittliche CPC für Fanpage-Anzeigen 29% günstiger ist als der Klickpreis für Anzeigen mit einer externen Landingpage.

Damals hieß es von Seiten Facebooks dazu:

We don’t discount the price of advertising if the landing page directs to something on Facebook, but we do take various signals into account that help us determine the quality and pricing of ads.

Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte die Agentur TBG digital ihren aktuellen Q4/2011 Bericht zu Facebook Advertising und bekräftigt darin ihre Aussage, Facebook würde interne Anzeigen mit günstigeren Preisen unterstützen. Laut der Agentur stieg das Preisgefälle zwischen den beiden Anzeigenarten in Q4 auf 45%.

Auf eigenes Nachfragen bei Facebook bekam ich zu dem Thema folgende Antwort:

The bid auction takes past/similar ad performance into account, and since ads with social context tend to perform better than ads driving offsite, this may contribute to different auction results for the two ad varieties.

Laut Facebook werden hier also keine Anreize geschaffen, sondern lediglich die Performance mit einbezogen, welche bei Anzeigen für Fanpages oder Gesponserten Meldungen besser sein soll.

Ich wollte das an einem eigenen Projekt einmal nachvollziehen und sehen, welche Seite am Ende Recht behält. Als Grundlage dient ein Projekt, in dem seit September 2011 Anzeigen für eine Fanpage sowie Gesponserte Meldungen laufen. Zudem liefen im September, Oktober, Dezember 2011 und Januar 2012 Kampagnen für externe Landingpages des gleichen Kunden. Alle Anzeigen zielen auf eine auf demographische Faktoren und Interessen optimierte Zielgruppe ab.

Über den gesamten Zeitraum von vier Monaten ergaben sich folgende Zahlen:

 

Imp Klicks CTR CPC
Internal 36.152.509 32.119 0,089% 0,25
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 1

Auf den ersten Blick scheint sich die Aussage von TBG digital zu bewahrheiten: Obwohl die internen Anzeigen eine um 0,003% schlechtere Durchklickrate aufweisen, ist der CPC zwei Cent (7%) günstiger.

Unterteilt man die internen Anzeigen in Page Ads und Sponsored Ads, sehen die Zahlen etwas anders aus:

 

 Tab 2 Imp Klicks CTR CPC
Sponsored 6.007.767 7.750 0,129% 0,20
Page 30.144.742 24.369 0,081% 0,28
External 61.111.893 56.030 0,092% 0,27

Tabelle 2

Alleinstehend weisen die Page Ads sogar einen höheren CPC auf. Jedoch unterscheidet sich dieser nur um 1 Cent, während die CTR um 0,011% schlechter ist. Man kann vermuten, dass eine externe Anzeige mit einer Durchklickrate von 0,081% einen CPC um die 0,30€ hätte, und somit wieder teurer wäre als das interne Pendant. Dennoch lassen die guten Klickraten – und dadurch niedrigen CPCs – der gesponserten Meldungen die kumulierten Zahlen für interne Anzeigen etwas besser aussehen, als sie eigentlich wären.

Die Zahlen aus Tabelle 1  und 2 zeigen, dass interne Anzeigen durchaus günstigere CPCs haben können. Bricht man die Zahlen jedoch auf Monats, Tages oder gar Anzeigenebene runter, gibt es genug Beispiele, in denen externe Anzeigen bei gleicher Klickrate günstigere oder zumindest gleiche CPCs aufweisen, z.B.:

 

 Tab 3 Month Imp Klicks CTR CPC
External Okt 3.896.559 4.641 0,119% 0,18
Sponsored Okt 1.782.249 2.158 0,121% 0,18
Page Okt 6.637.123 5.625 0,085% 0,29

Tabelle 3

Man kann jetzt behaupten, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, ich bisher einfach noch nicht das Glück hatte, einen solch großen Unterschied zu bemerken oder vergleichsweise (TBG digital hat 74,5 Milliarden Ad Impressions ausgewertet) zu wenige Daten zugrunde liegen; allerdings kann ich persönlich nicht nachweisen und auch nicht ganz glauben, dass sich der CPC von internen und externen Anzeigen bei gleicher Durchklickrate wirklich um bis zu 45% unterscheiden kann.

Sicherlich ist es im Sinne Facebooks die User möglichst lange auf der Plattform zu halten, um noch mehr Anzeigen ausspielen zu können. Es gibt jedoch genug Firmen, die keine eigene Fanpage oder Applikation haben oder mehr Wert darauf legen, einen externen Inhalt zu bewerben. Diese Marketer würde Facebook auf lange Sicht hin verlieren, da höhere Klickpreise keinen Anreiz schaffen, Geld in externe Anzeigen zu investieren.

Trotz der Ergebnisse aus Tabelle 1 und 2 tendiere ich daher dazu, dass interne Anzeigen aufgrund der Gesponserten Meldungen und der Historie einer Anzeige oder ähnlicher Anzeigen günstigere CPCs hervorbringen und nicht per se günstiger sind.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Facebook Ads und unterschiedlichen CPCs gemacht, und wessen Meinung teilt ihr? Wir sind gespannt!

 

 

Social Commerce – Die Zukunft des eCommerce?!

Mittwoch, 30. November 2011

Vergangene Woche fanden in München die Social Media Economy Days statt. Zwei Tage lang standen alle möglichen wirtschaftlichen Facetten von Social Media im Vordergrund und nahmhafte Unternehmen, Berater und sonstige VIPs aus dem Bereich der sozialen Medien gaben sich die Klinke in die Hand. Doch abseits von Social Media Monitoring, Enterprise 2.0 und der richtigen Gestaltung von Facebook Fanpages, war die wichtigste und spannendste Frage, welchen Einfluss Social Media zukünftig auf den eCommerce haben wird.

Dieser Tage wird viel vom sogenannten fCommerce gesprochen, also dem Handel in Facebook. Beinahe täglich spriesen neue Shop-Anbieter aus dem Boden und preisen die aus ihrer Sicht beste Shoplösung für Facebook an – und zahlreiche Unternehmen machen mit. Jedoch sind die Studien zu fCommerce (noch) eindeutig: Bisher lässt sich durch den Verkauf von Produkten in einem in Facebook integrierten Shop wenig Umsatz erzielen. Zum einen, weil die Akzeptanz dafür bei den Facebook-Nutzern noch sehr gering ist, zum anderen, weil viele Shops nicht adequat umgesetzt werden (können).

Daher waren sich fast alle Referenten bei den Social Media Economy Days einig: die nahe Zukunft liegt eher im Social Commerce, also dem Handel über bzw. mithilfe von Facebook und Konsorten. Wir alle kennen dieses Prinzip von Amazon: Leute geben Empfehlungen und Rezensionen ab, um einem selbst die Zweifel zu nehmen (oder zu bestätigen) und das Einkaufen dadurch zu erleichtern.

Der Social Commerce der Zukunft geht einen Schritt weiter und nutzt die z.B. in Facebooks Open Graph vorhandenen Daten, um das Einkaufen noch sozialer zu gestalten. Schon heute kann man sich bei einigen Shops mit den Login-Daten von Facebook im Online Shop einloggen und erhält – ähnlich wie bei Amazon – eine individualisierte Landing Page mit Produkten, die das System auf Basis der eigenen Likes und demogrpahischen Daten erstellt hat.

Vom Grundprinzip also kaum Unterschiede zu Amazons “Das könnte Ihnen gefallen”. Jedoch basieren die Empfehlungen nach Facebook Connect nicht nur auf ehemaligen Käufen und Interessen, sondern ebenso auf Alter, Geschlecht und ähnlichem. ´Zudem kann man mithilfe der sozialen Daten noch einen Schritt weiter gehen, denn auch auf die Informationen der Freunde kann zugegriffen werden. Neben Geburtstagen kann man sehen, was den Freunden gefällt, welches Produkt sie empfohlen, und welche Produkte sie gekauft haben. Zukünftig wird man also nicht nur anonyme Rezensionen vorfinden, sondern die Meinungen und Vorlieben der eigenen Freunde. Ein Faktor, der große Auswirkungen haben kann. Denn wem glaubt man, wenn nicht den eigenen Freunden?

Jedoch gibt es einige Dinge zu beachten, z.B.:

1. Der Zugriff auf Daten von Freunden ohne deren Zustimmung ist für Datenschützer gefundenes Fressen (Facebook erlaubt lediglich den Zugriff auf die Daten, nicht jedoch das Speichern dieser bei Dritten)

2. Möchte ich als Nutzer, dass meine Freunde (oder Vorgesetzte) sehen, was ich kaufe?

3. Wieviele meiner Facebook “Freunde” sind überhaupt wirkliche Freunde?

Trotzdem steckt in diesem Modell, sollte es datenschutzrechtlich irgendwann mit unserem Rechtssystem vereinbar sein, ein ungemeines Potenzial für Online Shops wie für Kunden, vorausgesetzt man ist bereit, seine Daten preiszugeben.

An diesem Punkt schließt sich der Bogen zum zuvor getadelten fCommerce: Shopcade z.B. bietet einen Fanshop auf Facebook an, bei dem man als Kunde Produkte in seine Lieblingsliste hinzufügen kann. Kaufen Freunde des Kunden einen der Artikel wird dieser mit einer Art Gutschrift belohnt. Hier macht das virale Empfehlen und das Zusammenspiel zwischen Lieblingsprodukten und Freunden einen normalen Facebook Shop zu einem sozialen Erlebnis.

In den nächsten zwei bis drei Jahre wird sich sowohl Social Commerce als auch fCommerce enorm weiterentwickeln und zu einem wichtigen Bestandteil der Online Marketing Strategie und der Ausrichtung der Vertreibskanäle werden. Aktuell hat Social Commerce die Nase vorne, doch wie so oft im Online Business weiß keiner 100%ig wo die Reise hingehen wird.

 

Entwicklungen im Online Marketing 2011 – eine persönliche Performance-Bilanz

Dienstag, 18. Oktober 2011

Wir haben zwar erst Oktober und für eine Retrospektive 2011 ist es etwas zu früh, aber Lebkuchen kann man schließlich auch schon kaufen. Als erstes möchte ich daher mein Un-keyword des Online Marketing Jahres küren: Performance. Als Branchenneuling habe ich das Gefühl, dass dieses Wort bei jedem Online Marketing Dienstleister, der seine Hausaufgaben ordentlich erledigt hat, vorkommen muss.

Neben meinen persönlichen Unkenrufen, sollen aber auch meine Beobachtungen zu den Leitthemen 2011 folgen: Als erstes ist das Thema Social Search oder wie sich ein „Like“ oder „+1“ auf die Listung in den SERPs auswirken zu nennen. Zweitens soll die sog. „Customer Journey“ als unverzichtbares Schlagwort nicht unerwähnt bleiben. Schließlich wäre da noch eine weitere Entwicklung, nämlich die der Online Marketing Suites mit denen sich das komplette Online Marketing managen lässt, zu nennen.

Die Customer Journey und deren Analyse ist dabei keine wirklich neue Erscheinung. Sie bezeichnet die Reise des Users durch das Netz beginnend mit der Produktsuche bis hin zum gewünschten Kaufabschluss (bzw. –abbruch). Für den Werbetreibenden ist es dabei interessant zu erfahren wie viele BerührungspunktTe der Kunde mit dem vom Werber angepriesenen Produkt hatte, bevor er es gekauft hat. Das erhöhte Interesse der E-commerce Unternehmen könnte daran liegen, dass deren Ad Spendings stetig wachsen und die Dienstleister den steigenden Bedarf des Kunden nach exakter Kanal-Zuordnung erkannt haben.

Zum Verständnis der Channel Attribution stelle man sich folgendes Szenario vor: Ich informiere mich zuerst via Google über ein neues Paar Ski und sehe einen Shop in den Anzeigen der Suchergebnisse. Danach klicke ich durch eine Werbeanzeige auf denselben Shop, der meine Ski im Angebot hat, entscheide mich aber noch nicht für den Kauf. Ich habe lediglich einen Cookie eingesammelt und schleife nun ein Retargeting-Banner durch das Netz. Da mir der Werbebanner mit den Skiern nun schon das dritte Mal gezeigt wurde, entscheide ich mich schließlich für den Kauf.

Die Schlüsselfrage für den Marketer ist nun: welcher Onlinewerbekanal hat den Verkauf ausgelöst und kann man das so genau sagen, oder spielen die verschiedenen Kanäle einander zu?

Bisher erfolgte die Zuordnung zum Online Werbekanal gemäß dem Prinzip „last cookie counts“, das heißt in diesem Fall, dass der Kauf dem Werbemittel „Retargeting“ zugeordnet worden wäre. Bei der Budgetierung hätte das bedeutet, dass dieser Kanal aufgrund seiner guten Conversion Rate ein höheres Budget zugeteilt bekommen hätte. Die Firma Explido zieht hier einen guten Vergleich zum Fußball. Retargeting wäre der Stürmer, der das Tor schießt, also den Umsatz erzielt. Auf dem Feld nun elf Stürmer einzusetzen, fiele aber keinem Trainer ein. Er muss schließlich auch Mittelfeldspieler einsetzen, die dem Stürmer den Ball zuspielen. In diesem Fall wäre das die organische Suche und die sponsored Links (z.B. Google Adwords), die via Cookieweiche getrennt voneinander erfasst werden müssten (Multichannel-tracking). Es müsste folglich allen drei Kanälen ein Prozentsatz an Werbewirksamkeit zugewiesen werden. Wenn dieses ganze Unterfangen dann noch mittels eines übersichtlichen Dashboards abgebildet werden kann, ist das doch der „Performance“- Renner? Die Customer Journey zu erfassen und die Möglichkeit zu geben den jeweiligen Kanälen Budgets zu zuordnen, das haben sich so einige Anbieter auf die Fahnen geschrieben.

Eine weitere spannende Entwicklung, ist die „One fits all Lösung“ für das Online Marketing. Suites wie die von refined ads bieten die Verwaltung aller Online Marketing Kanäle mittels einer Software. Interessant wäre es herauszufinden, ob jemand Experte in allen Disziplinen sein kann oder ob der Komfort, den eine Lösung aus einer Hand bietet, einfach so groß ist, dass ein eventuelles Gießkannenprinzip vom Kunden in Kauf genommen wird. Vielleicht wird es 2012 aber auch so sein, dass der Kunde mit verschiedensten Dienstleistern, die Experten auf Ihren jeweiligen Gebieten sind, zusammen arbeiten möchte.

EU sagt “Ja” zur Übernahme von Skype durch Microsoft

Freitag, 07. Oktober 2011

Microsoft auf Shopping-Tour: Skype? Yahoo?

Nachdem die Wettbewerbsbehörden der EU einer Übernahme von Skype durch Microsoft nicht entgegenstehen, könnte diese nun schnell über die Bühne gehen. Bereits im Mai einigten sich die Unternehmen auf einen Preis von 8,5 Mrd. US-$, die teurste Akquisition, die Microsoft je getätigt hat.

Daneben gibt es Gerüchte, dass Microsoft und Yahoo nach einer gescheiterten Übernahme vor 3 Jahren nun wieder ins Gespräch gekommen sind.

Siehe auch:

Übersetzen auf Facebook – dank Bing

Neuerdings kann man sich fremdsprachige Kommentare bei Facebook per Klick automatisch übersetzen lassen. Bing stellt dazu sein Übersetzungs-Tool bereit.

Nachdem die Google Übersetzer-API spätestens ab 1.12.2011 nur noch als kostenpflichtiger Service zur Verfügung steht, hoffen nun viele auf Bing.

Siehe auch:

500 Mio. Strafe für Google, 10 teuersten Keywords in Frankreich, höhere Accountlimits in Adwords-Accounts

Freitag, 26. August 2011

500 Millionen Strafe für Google

Google zahlt im voraus und freiwillig eine 500 Mio. Dollar um einer höheren Strafe wegen unerlaubter Medikamentenwerbung zuvor zu kommen. Wohl dem, der erst eine 12,5 Mrd. Dollar Akquisition und danach noch präventiv auf die Schnelle 500 Mio. in Cash überweisen kann. Wer mehr über die Strafe wissen kann sich hier weiter informieren.

Die 10 teuersten Google AdWords-Keywords in Frankreich

Im Gegensatz zu den USA und auch Deutschland belegen die ersten zehn Plätze in Frankreich ausschließlich die Versicherer. Banken, Creditinstitute, Energieanbieter oder auch Kanzleien stellen sich in Frankreich hinten an. Erstaunlich ist dabei auch der relativ niedrige CPC von 7,40 €. Weitere Infos findet man hier.

Google erhöht Kontolimit für alle AdWords-Accounts

Vor kurzem wurde von Google das Standard-Kontolimit für alle AdWords-Accounts erhöht.

Hier die neuen Limits des Adwords-Standard-Account:

  • 500 Kampagnen
  • 20.000 Anzeigengruppen pro Kampagne
  • 3 Millionen Keywords

Genauere Informationen sind in folgendem Artikel zu finden.