Archiv für die Kategorie ‘Zeitgeist’

Werbefreie Suchmaschinen 2014

Freitag, 04. April 2014

Es gibt sie noch … die werbefreien Suchmaschinen. Wer bei Qwant die Ansicht auf “Liste” stellt, bekommt eine puristische Suchmaschine ohne Werbung, Google Places und sonstigem Schnickschnack. Die Suchergebnisse sind ähnlich wie bei Yahoo/ Bing.

Hier der direkte Link zur Listenansicht:
www.qwant.com/single

qwant

Die Frage ist nur: Für wie lange? Über kurz oder lang wird der französische Suchmaschinen-Neuling sicher auch Geld brauchen…

Kennt ihr noch andere werbefreie Suchmaschinen?

 

Das war 2012!

Freitag, 04. Januar 2013

2012 war ein ereignisreiches Jahr — auch für crealytics.

Im Februar eröffneten wir unser Büro in Berlin, um unser Entwicklerteam schneller auszubauen und fortan näher am Zentrum der deutschen Startup-Szene zu sein.

Im April feierten wir dann gleich eine doppelte Premiere: Wir nahmen zum ersten Mal am Legacy Code Retreat statt und kamen dafür zum ersten Mal im Berliner Office zusammen. Im Dezember folgte eine weitere Beteiligung als Host am Global Day of Coderetreat. Ebenfalls im April erhielten wir die Auszeichnung Top- sowie Open Company des Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.de.

Im Mai begrüßten wir mit ASMC einen neuen namhaften Service-Kunden, der weltweit Outdoor-, Camping- und Militärausrüstung vertreibt. Im Laufe des Jahres folgten viele weitere Neukunden.

Der Juni began mit einer weiteren Premiere: Zum ersten Mal sponsorte crealytics ein Event und war mit einem eigenen “Stand” vor Ort vertreten. Das Sponsoring der Buzzwords war allerdings anders: statt eines normalen Info-Stands waren wir mit einem eigenen kleinen Spielplatz inkl. Kicker, Tischtennis, Hackysack und Chill Area vertreten. Die Ressonanz war sehr positiv, das Wetter eher weniger.

Nach der Sommerpause ging es Schlag auf Schlag weiter. Im September stellten wir auf der dmexco offiziell unsere Software camato vor. Vier lange Entwicklungsjahre dauerte es, bis wir Version 1.0 auf den Markt loslassen konnten; und es konnte keine bessere Bühne dafür geben als die dmexco, Deutschlands größte und wichtigste Messe der digitalen Witschaft. Der enorme Ansturm auf unseren Messestand und dutzende Demovorführungen gaben uns Recht – camato traf einen Nerv in der SEM-Szene. Die Software wird weiter verbessert und neue Features kamen bzw. kommen hinzu.

Im Oktober wurde unser Berliner Büro nach nur acht Monaten für die vielen neuen Kollegen zu klein und ein größeres musste her. Glücklicherweise wurden die Büroräume direkt nebenan frei und der Umzug wurde dadurch erheblich erträglicher. Die neuen, großzügigen Räume bieten den Kollegen wieder ein angenehmes und produktives Arbeitsumfeld, Kicker inklusive. Dies konnte von den Passauer Kollegen noch im gleichen Monat überprüft werden: beim ersten Berlin+Passau Quartalsausflug.

Kurz vor Jahresende traf es dann auch noch die Passauer: im Dezember konnte ein weiteres Büro in der Brunngasse bezogen werden und damit die seit langem herrschende Platznot beseitigt werden. Inzwischen ist auch hier wieder Ruhe und Routine eingekehrt. Es lässt sich jetzt definitiv angenehmer arbeiten!

Was 2012 in der Welt sonst noch passiert ist zeigt Googles Zeitgeist 2012:
 

 

73% der Deutschen kaufen ihr Weihnachtsgeschenk online

Samstag, 08. Dezember 2012

Das Weihnachtsgeschäft 2012 blüht – wie nie zuvor, wenn man sich auf den Online-Handel bezieht.

Trend-Weihnachtsgeschenke
Google Trends 2005-2012:
“weihnachtsgeschenke online” und “geschenkidee weihnachten”

Allgemein gesehen 9% Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr sagt die Gesellschaft für Konsumforschung voraus. Der Einzelhandelsverband HDE zeigt sich mit seiner Prognose eher vorsichtig: 1,5% Steigerung. Was das Herz des Online Händlers wirklich höher schlagen lässt, sind die Ergebnisse einer Umfrage der Creditreform Boniversum GmbH und des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V. Sage und schreibe 73% der Deutschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke 2012 übers Internet!

Als SEA-Spezialist musste ich hier gleich mal Google befragen, und die Ergebnisse übertreffen die der Marktforscher: bereits jetzt liegen die Suchanfragen nach “weihnachtsgeschenke online” bei Google um 28% höher als im Vorjahr.

Ebenfalls interessant erscheint mir ein anderer Trend: während fast jährlich mehr Deutsche nach “weihnachtsgeschenke online” googeln, haben die Suchanfragen nach “geschenkidee weihnachten” seit 2006 eher abgenommen. Das könnte darauf hindeuten, dass das Internet früher überwiegend zur Inspiration (Was kann ich dieses Jahr nur verschenken?) genutzt wurde, der tatsächliche Kauf aber eher noch im Ladengeschäft abgewickelt wurde.

SEA-Strategie für Weihnachten

Nicht so 2012! Und damit auch Sie ordentlich profitieren, hier noch ein goldener Tipp für Ihr SEA vor Weihnachten:
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Was die Großen von Startups lernen können

Montag, 25. Juni 2012

Das Management größerer Unternehmen schaut oft neidvoll auf die Geschwindigkeit und Beweglichkeit von Startups – und beschwört dann den Startup-Geist im eigenen Unternehmen. Mitarbeiter in Startups arbeiten wohl härter, länger und mit mehr Loyalität und Einsatz für ihr Unternehmen als die Eigenen!? Ist das so? Falls ja, wieso? Und wie kann ich das auf mein großes Unternehmen übertragen?

Frank Janisch, CTO

Frank Janisch, CTO

Diese Fragen versucht crealytics CTO Frank Janisch in seinem Vortrag während des Scrum Days 2012, einer Konferenz rund um agiles Projektmanagement, zu beantworten. Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre möchte die sechste Auflage unter dem Motto “UPscALE – Upscaled Agile in Large Enterprises” am 04.- 5. Juli in der SAP-University in St. Leon-Rot bei Walldorf an die Erfolge anknüpfen.

Otto Group geht nach Brasilien, E-Commerce 2011 in Deutschland

Donnerstag, 10. Mai 2012

Die Otto Group geht nach Brasilien

Der Online-Modehandel setzte 2011 in Brasilen 323 Mio. US$ um. Viele makroökonomische Daten lassen in den kommenden Jahren in Brasilen auf ein großens Wachstumspotential hoffen. Die Otto Group will von diesem Trend profitieren und streckt Ihre Fühler nach dem boomenden tropischen Riesen aus. Die junge Bevölkerung ist internetaffin und der Onlinehandel steckt noch in den Kindershuhen. Ideale Voraussetzungen für enormes Wachstum. Die Otto Group will gemeinsam mit dem brasilianischen Partner Posthaus bis 2015 500 Mio US$ an Umsatz generieren. Vamos ver… ;-). Die Entwicklung der Online-Branche in Brasilien bleibt also unglaublich spannend. Mehr Infos zu diesem Theme findet Ihr hier.

Deutschland: die Internet-Pure-Player wachsen 2011 noch stärker als erwartet

Der Versandhandel erwirtschaftet 2011 einen Rekordumsatz von 34 Mrd. Euro und wächst damit um durchschnittlich 31%. Wachstumstreiber im Versandhandel sind v.a. die Pure-Online-Player, wie Amazon, Zalando, Redcoon etc. Eine genau Analyse der Entwicklungen mit differenzierten Analysen der verschiedenen Handelssegmente findet Ihr hier.

Recap: Online Marketing 2012 in Bonn

Freitag, 16. März 2012

Bericht vom Kongress Online Marketing 2012 in Bonn

(von Kristina Hild und Thomas Veit)

Mit diesem Beitrag gehen wir auf die drei Kongress-Beiträge ein, die uns am besten gefallen haben.

Der Kongress stand insbesondere unter dem Zeichen „Social“, also dem „So“ innerhalb der Wortneuschöpfung SoLoMo, was für Social-Local und Mobile steht.

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2011: Google Top Searches und Facebook Nutzerzahlen

Montag, 02. Januar 2012

Die Netzwelt scheint noch immer den Silvester-Rausch auszuschlafen, weshalb wir an dieser Stelle kurz ein paar Zahlen und Fakten zu Google Search und Facebook im deutschen Markt vorstellen möchten.

Google Suche:

Bei den Top 10 Suchbegriffen 2011 in Deutschland hat sich Minecraft (ein Open World Online Spiel) an die Spitze geschoben, vor EHEC (2.) oder dem iPhone 5 (3.). Unter den Top 10 befinden sich zudem Fukushima (6.), das iPad 2 (9.) und DSDS-Kandidatin Sarah Engels (10.).

Bei den News gibt es weniger Überraschungen. Japan belegt den 1. Platz, gefolgt von Apple (2.), EHEC (3.) und DSDS (4.). Facebook belegt den 6. Platz, dahinter folgen z.B. Gaddafi (7.) oder Strauss-Kahn (10.).

Weitere wirkliche interessante Top 10 Listen zu Stars, Promis, Bildern, etc. aus Deutschland gibt es hier. Dort kann man sich auch noch das Suchverhalten global oder in anderen Ländern anschauen.

Google hat das Jahr 2011 auch in einem wirklich gelungenen Video zusammengefasst. Absolut sehenswert!

 

Facebook:

Das soziale Netzwerk hat seine Nutzerzahlen 2011 in Deutschland um 50% steigern können, von 13,9 auf 22,1 Millionen aktive User. Auffällig ist vor allem der verhältnismäßig starke Anstieg bei “älteren” Menschen (45+). Facebook kommt also auch in dieser Altersschicht immer besser an. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Deutschland in Europa noch mit das größte Potenzial für künftiges Wachstum.

Weltweit hat sich Deutschland damit an Position 10 geschoben. Spitzenreiter ist die U.S.A. mit 157,4 Millionen Nutzern, gefolgt von Ländern wie Indonesien (41,7 Mio.), Indien (41,4 Mio.) oder Brasilien (35,1 Mio.). Als erstes europäische Land taucht auf Platz 7 das Vereinigte Königreich mit knapp 30,4 Millionen aktiven Usern auf.

Regional sind Berlin (1,32 Mio.), München (0,85 Mio.) und Hamburg (0,72 Mio.) die Städte mit den meisten Facebook-Nutzern.

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Social Commerce – Die Zukunft des eCommerce?!

Mittwoch, 30. November 2011

Vergangene Woche fanden in München die Social Media Economy Days statt. Zwei Tage lang standen alle möglichen wirtschaftlichen Facetten von Social Media im Vordergrund und nahmhafte Unternehmen, Berater und sonstige VIPs aus dem Bereich der sozialen Medien gaben sich die Klinke in die Hand. Doch abseits von Social Media Monitoring, Enterprise 2.0 und der richtigen Gestaltung von Facebook Fanpages, war die wichtigste und spannendste Frage, welchen Einfluss Social Media zukünftig auf den eCommerce haben wird.

Dieser Tage wird viel vom sogenannten fCommerce gesprochen, also dem Handel in Facebook. Beinahe täglich spriesen neue Shop-Anbieter aus dem Boden und preisen die aus ihrer Sicht beste Shoplösung für Facebook an – und zahlreiche Unternehmen machen mit. Jedoch sind die Studien zu fCommerce (noch) eindeutig: Bisher lässt sich durch den Verkauf von Produkten in einem in Facebook integrierten Shop wenig Umsatz erzielen. Zum einen, weil die Akzeptanz dafür bei den Facebook-Nutzern noch sehr gering ist, zum anderen, weil viele Shops nicht adequat umgesetzt werden (können).

Daher waren sich fast alle Referenten bei den Social Media Economy Days einig: die nahe Zukunft liegt eher im Social Commerce, also dem Handel über bzw. mithilfe von Facebook und Konsorten. Wir alle kennen dieses Prinzip von Amazon: Leute geben Empfehlungen und Rezensionen ab, um einem selbst die Zweifel zu nehmen (oder zu bestätigen) und das Einkaufen dadurch zu erleichtern.

Der Social Commerce der Zukunft geht einen Schritt weiter und nutzt die z.B. in Facebooks Open Graph vorhandenen Daten, um das Einkaufen noch sozialer zu gestalten. Schon heute kann man sich bei einigen Shops mit den Login-Daten von Facebook im Online Shop einloggen und erhält – ähnlich wie bei Amazon – eine individualisierte Landing Page mit Produkten, die das System auf Basis der eigenen Likes und demogrpahischen Daten erstellt hat.

Vom Grundprinzip also kaum Unterschiede zu Amazons “Das könnte Ihnen gefallen”. Jedoch basieren die Empfehlungen nach Facebook Connect nicht nur auf ehemaligen Käufen und Interessen, sondern ebenso auf Alter, Geschlecht und ähnlichem. ´Zudem kann man mithilfe der sozialen Daten noch einen Schritt weiter gehen, denn auch auf die Informationen der Freunde kann zugegriffen werden. Neben Geburtstagen kann man sehen, was den Freunden gefällt, welches Produkt sie empfohlen, und welche Produkte sie gekauft haben. Zukünftig wird man also nicht nur anonyme Rezensionen vorfinden, sondern die Meinungen und Vorlieben der eigenen Freunde. Ein Faktor, der große Auswirkungen haben kann. Denn wem glaubt man, wenn nicht den eigenen Freunden?

Jedoch gibt es einige Dinge zu beachten, z.B.:

1. Der Zugriff auf Daten von Freunden ohne deren Zustimmung ist für Datenschützer gefundenes Fressen (Facebook erlaubt lediglich den Zugriff auf die Daten, nicht jedoch das Speichern dieser bei Dritten)

2. Möchte ich als Nutzer, dass meine Freunde (oder Vorgesetzte) sehen, was ich kaufe?

3. Wieviele meiner Facebook “Freunde” sind überhaupt wirkliche Freunde?

Trotzdem steckt in diesem Modell, sollte es datenschutzrechtlich irgendwann mit unserem Rechtssystem vereinbar sein, ein ungemeines Potenzial für Online Shops wie für Kunden, vorausgesetzt man ist bereit, seine Daten preiszugeben.

An diesem Punkt schließt sich der Bogen zum zuvor getadelten fCommerce: Shopcade z.B. bietet einen Fanshop auf Facebook an, bei dem man als Kunde Produkte in seine Lieblingsliste hinzufügen kann. Kaufen Freunde des Kunden einen der Artikel wird dieser mit einer Art Gutschrift belohnt. Hier macht das virale Empfehlen und das Zusammenspiel zwischen Lieblingsprodukten und Freunden einen normalen Facebook Shop zu einem sozialen Erlebnis.

In den nächsten zwei bis drei Jahre wird sich sowohl Social Commerce als auch fCommerce enorm weiterentwickeln und zu einem wichtigen Bestandteil der Online Marketing Strategie und der Ausrichtung der Vertreibskanäle werden. Aktuell hat Social Commerce die Nase vorne, doch wie so oft im Online Business weiß keiner 100%ig wo die Reise hingehen wird.

 

Google’s “Add To Circles”- & “Google+” in den organischen Suchergebnissen, “Internet-Search kills the TV-Star?”

Mittwoch, 16. November 2011

USA: Google’s “Add To Circles”- & “Google+” Buttons in den organischen Suchergebnissen

In den USA integriert Google seit kurzem seine “Social-Networks-Daten” in die organischen Ergebnissen. Die Items “Google+” und “Add to Circles”  erscheinen seit Montag, mit den bekannten Buttons, unterhalb der organischen Sitlinks-Erweiterungen. Bisher erhalten nur von Google ausgewählte Unternehmen und Marken Zugang zu diesen neuen Features. Damit bekommen diese Unternehmen exklusiv mehr Platz auf den besseren Plätzen der Suchergebisliste. AdWords-Anzeigen werden damit für online Werbetreibende, die gegenwärtig nicht zu diesem exklusiven Google-Kundenkreis zählen, oder zukünftig die Social-Media-Dienste von Google nicht optimal integriert haben, sicher nicht uninterssanter.

Ausblick: “Internet-Search kills the TV-Star?”

An dieser Stelle soll ein kleiner Ausblick in die Zukunft des Online-Marketings und des Ad-Targetings gemacht werden. Mehr und mehr zeigen Searchgiganten, allen voran Google und Yahoo, durch Zukäufe und neue Dienste Ihr Interesse am Online TV-Markt. Siemens steigt ins indische Internet-TV ein und die Telekom bietet seit längerem Online-TV.

Die Vision sowohl von Technik- und Searchgiganten, wie auch von Online-Marketing-Dienstleistern ist eine zielgenaue Versorgung der Konsumenten mit TV-Werbesports. Der Fersehzuschauer der Zukunft wird sich vom bekannten Bild des Couch-Potato unterscheiden und wesentlich ineraktiver ans Werk gehen. Die (Online-)Marketing-Welt wird sich darauf einstellen müssen.

Hier sollen zwei mögliche Szeanrien diskutiert werden, die v.a.  im Zusammenhang mit den Themen Ad-Targeting und Device-Wechsel stehen.

1) Dokumentation der Coustomer Journey + Ad-Targeting ohne Probleme durch die Cloud?

Die Cloud ist in aller Munde. Wird es in Zukunft möglich sein die Betriebssysteme der unterschiedlichen Endgeräte komplett oder zum Großteil zu dezentralisieren und ausschließlich ins Internet zu verlagern? Der berüchtigte Device-Wechsel wäre somit kein Problem mehr, denn das Suchverhalten der User könnte damit zu jedem Zeitpunkt, unabhängig vom Endgerät, im Hintergrund in real time synchronisert und ausgewertet werden. Noch ein Satz zu den denkbaren Folgen bei diesem Szenario. Eine gänzliche Verlagerung der Gerätesoftware macht diese vollständig vom Netz und damit von dessen Stabilität abhängig. Gegenwärtig ist eine gewisse Unsicherheit mit den Themen Netzsicherheit und Netzverbreitung verbunden

2) Bertiebssysteme bleiben größtenteils an die Engeräte gebunden

Der Stellenwert der einzelnen Endgeräte bleibt damit weiterhin groß und der Device-Wechsel ein wichtiges Thema. Die verschiedenen Geräte übermitteln in bestimmten Abständen das Suchverhalten der User an Datenknoten im Netz und wo die spezifische Online-Journey des einzelnen synchronisiert und ausgewertet wird. Vorteil dabei ist eventuell eine größere Unabhängigkeit von der Netzstäbiltät.

Egal welches dieser beiden Szenarien sich letztlich realisieren wird, oder ob sich die Wahrheit irgendwo dazwischen abspielen wird, in naher Zukunft erhalten Online-TV-User ein auf ihr Such- und Surf-Verhalten im Netz angepasstes Paket an TV-Werbungen. Welche Chancen aber auch Gefahren sich dahinter verbergen möchten wird auch in Zukunft Zündstoff für viele Diskussionen liefern.

Eure Meinungen und Kommentare zu diesem Thema würden uns bereits heute interessieren. Wir freuen uns auf eine Vielzahl von Beiträgen.

 

Entwicklungen im Online Marketing 2011 – eine persönliche Performance-Bilanz

Dienstag, 18. Oktober 2011

Wir haben zwar erst Oktober und für eine Retrospektive 2011 ist es etwas zu früh, aber Lebkuchen kann man schließlich auch schon kaufen. Als erstes möchte ich daher mein Un-keyword des Online Marketing Jahres küren: Performance. Als Branchenneuling habe ich das Gefühl, dass dieses Wort bei jedem Online Marketing Dienstleister, der seine Hausaufgaben ordentlich erledigt hat, vorkommen muss.

Neben meinen persönlichen Unkenrufen, sollen aber auch meine Beobachtungen zu den Leitthemen 2011 folgen: Als erstes ist das Thema Social Search oder wie sich ein „Like“ oder „+1“ auf die Listung in den SERPs auswirken zu nennen. Zweitens soll die sog. „Customer Journey“ als unverzichtbares Schlagwort nicht unerwähnt bleiben. Schließlich wäre da noch eine weitere Entwicklung, nämlich die der Online Marketing Suites mit denen sich das komplette Online Marketing managen lässt, zu nennen.

Die Customer Journey und deren Analyse ist dabei keine wirklich neue Erscheinung. Sie bezeichnet die Reise des Users durch das Netz beginnend mit der Produktsuche bis hin zum gewünschten Kaufabschluss (bzw. –abbruch). Für den Werbetreibenden ist es dabei interessant zu erfahren wie viele BerührungspunktTe der Kunde mit dem vom Werber angepriesenen Produkt hatte, bevor er es gekauft hat. Das erhöhte Interesse der E-commerce Unternehmen könnte daran liegen, dass deren Ad Spendings stetig wachsen und die Dienstleister den steigenden Bedarf des Kunden nach exakter Kanal-Zuordnung erkannt haben.

Zum Verständnis der Channel Attribution stelle man sich folgendes Szenario vor: Ich informiere mich zuerst via Google über ein neues Paar Ski und sehe einen Shop in den Anzeigen der Suchergebnisse. Danach klicke ich durch eine Werbeanzeige auf denselben Shop, der meine Ski im Angebot hat, entscheide mich aber noch nicht für den Kauf. Ich habe lediglich einen Cookie eingesammelt und schleife nun ein Retargeting-Banner durch das Netz. Da mir der Werbebanner mit den Skiern nun schon das dritte Mal gezeigt wurde, entscheide ich mich schließlich für den Kauf.

Die Schlüsselfrage für den Marketer ist nun: welcher Onlinewerbekanal hat den Verkauf ausgelöst und kann man das so genau sagen, oder spielen die verschiedenen Kanäle einander zu?

Bisher erfolgte die Zuordnung zum Online Werbekanal gemäß dem Prinzip „last cookie counts“, das heißt in diesem Fall, dass der Kauf dem Werbemittel „Retargeting“ zugeordnet worden wäre. Bei der Budgetierung hätte das bedeutet, dass dieser Kanal aufgrund seiner guten Conversion Rate ein höheres Budget zugeteilt bekommen hätte. Die Firma Explido zieht hier einen guten Vergleich zum Fußball. Retargeting wäre der Stürmer, der das Tor schießt, also den Umsatz erzielt. Auf dem Feld nun elf Stürmer einzusetzen, fiele aber keinem Trainer ein. Er muss schließlich auch Mittelfeldspieler einsetzen, die dem Stürmer den Ball zuspielen. In diesem Fall wäre das die organische Suche und die sponsored Links (z.B. Google Adwords), die via Cookieweiche getrennt voneinander erfasst werden müssten (Multichannel-tracking). Es müsste folglich allen drei Kanälen ein Prozentsatz an Werbewirksamkeit zugewiesen werden. Wenn dieses ganze Unterfangen dann noch mittels eines übersichtlichen Dashboards abgebildet werden kann, ist das doch der „Performance“- Renner? Die Customer Journey zu erfassen und die Möglichkeit zu geben den jeweiligen Kanälen Budgets zu zuordnen, das haben sich so einige Anbieter auf die Fahnen geschrieben.

Eine weitere spannende Entwicklung, ist die „One fits all Lösung“ für das Online Marketing. Suites wie die von refined ads bieten die Verwaltung aller Online Marketing Kanäle mittels einer Software. Interessant wäre es herauszufinden, ob jemand Experte in allen Disziplinen sein kann oder ob der Komfort, den eine Lösung aus einer Hand bietet, einfach so groß ist, dass ein eventuelles Gießkannenprinzip vom Kunden in Kauf genommen wird. Vielleicht wird es 2012 aber auch so sein, dass der Kunde mit verschiedensten Dienstleistern, die Experten auf Ihren jeweiligen Gebieten sind, zusammen arbeiten möchte.