Nach Monaten des Testens hat Google nun offiziell angekündigt, dass Anzeigen zukünftig auch am Ende der Suchergebnisse angezeigt werden.
Google begründet den Schritt damit, dass Anzeigen unter den Suchergebnissen besser in den Lesefluss passen und im Schnitt solche Anzeigen bei der Durchklickrate besser performt haben als diejenigen, die an der Seite angezeigt wurden. Dies bedeutet nicht, dass die Anzeigen an der Seite verschwinden. Vielmehr haben AdWords-Nutzer jetzt eine größere Chance auf Seite 1 platziert zu werden.
Diese Erweiterung wirkt sich auch auf das Reporting in AdWords aus. Bisher konnte man die Performance von Anzeigen oberhalb der Suchergebnisse mit denen an der Seite über das Top vs. Side Segment in Google AdWords vergleichen. Zukünftig werden die Anzeigen an der Seite und unterhalb der Suchergebnisse unter den Begriff “Others” zusammengefasst. Folglich wird Top vs. Side in Top vs. Others umbenannt. Dies ermöglich eine einfachere Vergleichbarkeit der Top Anzeigen mit dem Rest der Anzeigen.
“Dynamische Anzeigen? Was soll daran denn neu sein?”, werden sich viele zunächst denken. Aber auf den zweiten Blick sind die dynamischen Anzeigen von Google eine kleine Revolution.
Keyword-Research, Anzeigen verfassen, AdGroups und Kampagnen erstellen, geeignete Landing Pages ausfindig machen – ca. 50-80% der Arbeitszeit an SEM-Kampagnen dürften sich derzeit auf diese Arbeitsschritte konzentrieren, je nach Dynamik des Produktsortiments. Und all das soll Google nun vollautomatisch leisten.
Sicher: zunächst soll diese Neuerung nur einen kleinen Teil des Suchvolumens betreffen, der von den bestehenden AdWords Accounts nicht abgedeckt werden. Insbesondere soll es um völlig neue Suchanfragen gehen, die Google noch gar nicht kennt und die etwa 17% des kompletten Suchvolumens ausmachen. Zumindest führt Google dies in der offiziellen Ankündigung als Grund auf.
Doch mal angenommen, die Testphase ist erfolgreich, so könnte sich das sehr schnell ändern: Dynamische Anzeigen könnten der neue Standard werden. Die Möglichkeit, Keywords manuell aufzunehmen, wird zweifellos weiterhin bestehen müssen. Aber könnten nicht 90% der Suchanfragen auch – ohne viel manuelle Handarbeit – völlig automatisch abgedeckt werden?
Dieser Tage war wieder einiges los in der Welt des e-Commerce.
Zunächst eine traurige Nachricht: Steve Jobs, Gründer von Apple, ist im Alter von 56 Jahren an Krebs gestorben. Ein großer Verlust für Apple und die Welt. Auch wenn er zuletzt nicht mehr als Geschäftsführer tätig war, haben seine Visionen und Ideen das 21. Jahrhundert mit Sicherheit geprägt.
Google Trusted Stores: Google hat den Start ihres Pilotprogrammes “Google Trusted Stores” bekanntgegeben. In Zukunft bekommen Shops das Trusted Store-Abzeichen von Google, wenn sie nachweislich pünktlich liefern und exzelenten Kundenservice bieten.
Höhere Conversionrate auf Google’s Ad Positionen 2 & 3: Die Kollegen vom RKGBlog haben durch einen Test herausgefunden, dass sich die Conversionrate zwischen den Anzeigepositionen auf Google doch nicht unerheblich unterscheidet – entgegen den Aussagen von Google selbst. So hat eine Anzeige auf Position 1 eine normalisierte CR von 0.95. Der Durchschnitt in diesem Fall lag bei 1.00. Die selbe Anzeige hatte auf Position 3 eine normalisierte CR von 1.19, also 19% höher als der Schnitt. Der Grund hierfür liegt wohl darin, dass viele Menschen sorglos auf den ersten Link klicken, der ihnen ausgegeben wird.
Verlauf der Conversionrate und der Sales über die Positionen der Anzeigen
Vorerst keine Anzeigen auf Google+: Henrique de Castro, Präsident Mobile, Medien und Plattformen bei Google, hat in einem Interview mit der FAZ durchblicken lassen, dass es zunächst keine Werbung auf Google+ geben soll:
Das Ziel von Google+ ist die Gewinnung sozialer Signale, um unser Targeting zu verbessern. Ob es jemals Werbung auf Google+ geben wird, kann ich heute nicht sagen.
So ganz wollen wir das noch nicht glauben, da Anzeigen auf Google+ sicherlich viel Potenzial bieten.
Yahoo! Living Ads vorgestellt: Google’s Suchmaschinenkonkurrent Yahoo! hat eine neue, innovative Art der Anzeigen für Tablet Apps vorgestellt. Sie verbindet die digitale Interaktivität eines Tablets mit dem Emotionalität eines TV Spots. Ich habe so etwas ähnliches bereits vor einem Jahr in einem Video über das WIRED magazine gesehen. Yahoo! legt allerdings wirklich noch eine Schippe drauf und eröffnet ein neues Zeitalter der Tablet Ads. Die Preise für die Umsetzung solcher Anzeigen werden sicherlich enorm sein, für große Konzerne aber eine Überlegung wert, denn das Potenzial für Branding Effekte ist riesig.
Wir wurden für diesen Blogbeitrag nicht von Google bezahlt, aber es passiert gerade einiges in der Welt des Internet-Riesen.
Neue Kennzahlen in AdWords: Es gibt seit kurzem zwei neue Impressionen-Kennzahlen im Google AdWords-Interface. Neben dem schon bekannten “Anteil an möglichen Impressionen (genau passend)” gibt es jetzt den “Anteil entgangener Impressionen (Rang)” sowie “Anteil entgangener Impressionen (Budget)”. Erstere gibt den Prozentsatz der Impressionen an, die die Anzeige aufgrund eines niedrigen Anzeigenranges nicht erhalten hat. Letztere gibt den Prozentsatz der Impressionen an, die die Anzeige aufgrund eines unzureichenden Budgets nicht erhalten hat. Die Features sind überaus nützlich, um detaillierte Informationen zur Performance einer Kampagne zu erhalten.
Neues Add-On Google Global: Für Firefox und Google Chrome ist jetzt das Add-On Google Global erschienen. Damit lässt sich sehen, wie ein Suchergebnis bei Google in anderen Ländern, Städten oder Postleitzahlen aussieht. Im Grunde ist es so, als ob man selbst dort wäre. Dieses Add-On eignet sich u.a. hervorragend für PPC-Manager, die sehen wollen, wie ihre Werbung in anderen Ländern aussieht, oder für SEO-Manager.
Wieso Google+ Unternehmensseiten besser sein werden als Facebook-Seiten: Mashable stellt 4 Gründe vor, wieso Unternehmensseiten auf Google+ zukünftig besser sein werden als ihr Vorbild von Facebook. Zunächst wird Google bessere Suchoptionen für Google+ Seiten bieten als sie es aktuell für Facebook tun. Zweitens werden Google+-Seiten mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten. Links und rechts auf jeder Seite wird es genug Platz für Skins, Werbung oder Banner geben, ähnlich zu dem, was Youtube schon anbietet. Drittens bietet Google mit Google Analytics bessere Möglichkeiten, Interaktionen von Personen mit (Google+-) Seiten zu messen und zu verwerten. Last but not least hat Google als Folger den Vorteil von den Fehlern von Facebook zu lernen und diese besser zu machen.
Bisher war es unklar, ob die Verwendung ohne Zustimmung oder “gegen den erklärten Willen des Markeninhabers” erfolgen darf. Durch das Urteil des BGHs ist die “Verwendung markenrechtlich geschützter Begriffe zulässig“.
Die Nutzung eines mit einer Marke identischen Zeichens bzw. Begriffs als Keyword in einer Adwords-Anzeige ist nun zulässig ohne die Zustimmung des Markeninhabers. Damit kann ein Markeninhaber nicht mehr jeder Verwendung des Zeichens bzw. Begriffes widersprechen.
Es sollte jedoch weiterhin darauf geachtet werden, dass sich das Urteil des BGH ausdrücklich auf die Verwendung markenrechtlicher Begriffe als Keyword bezieht. Die Verwendung markenrechtlicher Begriffe in Anzeigetexten ist nach wie vor unzulässig.
Dazu zählen geschützte Begriffe in:
Anzeigentitel
Anzeigentext
oder angezeigter URL.
Begründung des Gerichts: “Der durchschnittliche Internetnutzer in Deutschland stellt keine gedankliche Verbindung zwischen dem Suchwort und der AdWords-Anzeige in der Weise her, dass in der Anzeige zwingend dem gesuchten Begriff zuzuordnende Produkte beworben werden oder auf deren wirtschaftliche Herkunft hingewiesen wird.”
Seit Mai 2010 gibt es den sogenannten Broad Match Modifier. Durch ein “+” kann man seitdem Keywords markieren, die explizit nicht auf Synonyme etc. matchen sollen (“Expanded Broad Matching”).
Am 21. Januar 2011 scheint Google die dahinterstehende Logik geändert zu haben. (Oder hat sich Google “verzählt” und jetzt den Fehler gefunden?) Modified Broads führen seitdem zu deutlich weniger Impressions, die Klickrate ist dagegen stark angestiegen.
Hier ein Beispiel, bei dem sich die Änderung extrem ausgewirkt hat:
Nachtrag: Wie mehrere Auswertungen gezeigt haben, hatte die Änderung keinerlei Auswirkung auf die Performance der Kampagnen. Sowohl die Anzahl der Klicks als auch die CPCs sind konstant geblieben.
Ich bin gerade zufällig auf einen netten, kleinen Blog Post bei trizle.com gestoßen. Es geht darum, wie bzw. welche Kunden man als Unternehmen suchen sollte. In der für den Blog typischen minimalistischen Manier wird gezeigt, wie wenig nachhaltig es ist, nur 1-mal-Käufer anzuziehen. Werden nicht kontinuierlich neue Kunden gewonnen, so versiegt der Umsatzfluss schlagartig. Unternehmen werden vom Marketing/Vertrieb abhängig. Continue reading “Online-Versandhandel: Macht Eure Kunden zu Wiederkäufern!” »
Wie kürzlich geschildert, gehe ich davon aus, dass die Zeiten, in denen SEM eine strategische Bedeutung hatte, bald endgültig vorbei sein werden. SEM wird zur Commodity. Es wird darum gehen, das Handwerk Suchmaschinenmarketing möglichst effizient zu praktizieren. Google arbeitet mit Hochdruck daran, den erforderlichen Zeitaufwand zur Optimierung durch Automatisierung zu drücken. Der jüngste Schritt von Google deutet sehr darauf hin, dass meine 5-Jahresprognose möglicherweise sogar deutlich schneller eintreffen wird: Continue reading “Crowdsourcing – Eine Revolution im SEM?” »
Wer bisher die AdWords-API eingesetzt hat, um Reports automatisiert zu erstellen, auf den kommen in v201003 der API eine Reihe von Neuerungen zu, wie der Blogeintrag auf dem offiziellen AdWords API Blog erklärt, unter anderem:
Der ReportJobStatus wurde abgeschafft, es ist kein Polling mehr nötig, man erhält stattdessen einen direkten HTTP-Downloadlink auf den Report.
Die Reporterstellung soll schneller geworden sein.
Reports können in verschiedenen Formaten, darunter auch CSV und gezipptes CSV – heruntergeladen werden. Das bringt enorme Vorteile in der Verarbeitungsgeschwindigkeit und dem Platzbedarf gegenüber dem ineffizienten XML-Format.
Klare getrennt sind nun Reportdefinition und die konkrete Reporterstellung: Definitionen werden einmalig angelegt und dann beliebig oft zur Reporterstellung verwendet.
Seit einigen Tagen wird auch bei uns die neue API eingeführt, die neue API bringt auf Reportseite Vereinfachungen und sinnvolle Verbesserungen mit. Ich begrüße insbesondere die Einführung des CSV-Formates und der direkten Downloadlinks. Die neue API befindet sich jedoch noch im Beta-Stadium, es sind also noch Änderungen bis zur finalen Freigabe möglich.